Meine schönsten Fotos 2021 – Fotoparade

2021 kann weg. Ich freue mich auf 2022. Meine schönsten Fotos 2021 habe ich aber für die Fotoparade doch noch herausgesucht. Wie immer will ich sie mit einem persönlichen Jahresrückblick verbinden.

Fotoparade: Die schönsten Fotos 2021

Die Fotoparade von Michael vom Reiseblog Erkunde die Welt ist mir im Lauf der Jahre als Reisebloggerin eine liebgewonnene Tradition geworden. Wie immer am Ende des Jahres habe ich auch dieses Mal meine schönsten Fotos 2021 ausgewählt, um sie als Beitrag zum #fopanet einzureichen. Dabei nehme ich Michaels Aufruf zur Fotoparade gern als Anlass für einen Jahresrückblick.

Fangen wir dieses Jahr mal von hinten an: Ich habe eben eine Covid-Infektion überstanden. Ich musste nicht ins Krankenhaus, aber ich lag lange komplett flach, und es ging mir richtig schlecht. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich nicht geimpft gewesen wäre. Dabei habe ich mich nie als Risikoperson empfunden. Daher fühlt sich mein Leben gerade wie ein Geschenk an. Die Genesungszeit habe ich genutzt, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Für den Blog ziehe ich drei Bilanzen:

Die persönliche Bilanz 2021

Die Krankheit hat mir vor Augen geführt, dass ich einige gute Freunde und Freundinnen habe, auf die ich im Notfall echt zählen kann. Und sie hat mir gezeigt, dass ich in den vergangenen Jahren einige richtige Entscheidungen getroffen habe. Das gilt vor allem für meinen Wechsel aus der langjährigen Freiberuflichkeit in eine Festanstellung. Ich fühle mich immer noch total wohl im Team meines nicht mehr ganz neuen Arbeitgebers, auch wenn ich manche Kolleg:Innen weiterhin nur per Video kenne.

Der Schulwechsel meines Sohnes stellte sich unter den Corona-Bedingungen ebenfalls als genial heraus. Beim Homeschooling zu Beginn dieses Jahres stand das Wohlbefinden der Kinder im Vordergrund und nicht ihre Leistungen. Sobald Ausflüge erlaubt waren, zog die engagierte Klassenlehrerin mit den Kids los. Und trotz vieler Unterbrechungen durch Wechselunterricht, Quarantäne und Krankheit wächst mein Sohn langsam in die neue Klassengemeinschaft hinein.

Die Bilanz als Bloggerin und Autorin

2021 ist mit Sicherheit das bisher erfolgreichste Jahr in meiner Bloggerinnenkarriere – zumindest, wenn ich den Blog mal unter finanziellen Gesichtspunkten betrachte. Erstmals hat er mehr als ein Taschengeld abgeworfen. Es ist schön, zu erleben, wie sich die vielen Stunden Feierabend-Arbeit langsam auszahlen.

Besonders freue ich mich, dass inzwischen langjährige Kooperationen gewachsen sind. Glücklich und ein bisschen stolz macht mich auch der Erfolg meines zweiten Buches „Wohnmobilreisen mit Kindern“, das sich im ersten Jahr nach dem Erscheinen im September 2020 ganz gut verkauft hat.

Der Reiserückblick

Trotz Pandemie waren wir auch 2021 wieder rund ein Vierteljahr auf Reisen. Hier ein kurzer chronologischer Überblick:

Ihr seht schon: Zwischen den Schulferien gab es einige Kurzreisen. Manche waren echte Highlights, die den Alltag für ein Wochenende weit in die Ferne rückten. Von vielen dieser Kurztrips habe ich bisher weder im Blog noch auf Instagram oder Facebook berichtet. Die Fotoparade ändert das nun zumindest ansatzweise.

Meine schönsten Fotos 2021 zur Fotoparade

Wie immer hat Michael bei seiner Fotoparade sechs Kategorien für die schönsten Fotos 2021 vorgegeben:

  • Licht und Schatten
  • Tierisch
  • Gewässer
  • Aussicht
  • Hoch hinaus
  • Schwarz-Weiß

Sechs weitere Stichworte hat er als Herausforderung in den Ring geworfen:

  • aufgeblüht
  • eng
  • Einschlag
  • rot
  • minimalistisch
  • Natur pur

Diese Challenge nehme ich gern an. Weil es mir meistens unendlich schwer fällt, mich für ein einziges Foto zu entscheiden, gibt es zu manchen Kategorien mehrere Bilder. Eine Kategorie habe ich noch hinzugefügt – übrigens die gleiche, wie Gina vom Bestager-Reiseblog 2 on the Go . Mit diesem Stichwort will ich beginnen, weil es so grundlegend für alle unsere Reisen 2021 ist.

Vanlife

Wahrscheinlich wäre dieses Reisejahr genau wie das letzte ohne unseren kleinen blauen Kastenwagen nicht so easy und unbeschwert verlaufen. Diese Anschaffung von 2019 war die dritte Entscheidung, die sich 2021 erneut als genial herausstellte. Ich liebe diese Art zu reisen immer noch sehr. Es ist einfach herrlich, immer wieder mit einem neuen Blick aus dem Fenster aufzuwachen. Ich genieße es, morgens mit meiner Tasse Tee auf der Trittstufe mit den Füßen im Gras (oder im Sand) gleichzeitig drinnen und draußen zu sitzen.

Das Gefühl von Freiheit, das dem Mythos Vanlife anhaftet, ist für uns wirklich greifbar. Denn mit unserem Camper konnten wir nicht nur bei der Ferienplanung komplett spontan bleiben, sondern auch einige schöne Sommer- und Herbstwochenenden kurzfristig im Grünen verbringen. Bei einem dieser herrlichen Sommer-Wochenenden in Brandenburg ist auch das folgende Foto entstanden – genau genommen war es bei einem Besuch bei Freunden in der Nähe von Wandlitz. Dort haben wir einfach auf dem Feldweg neben dem Garten der Freunde übernachtet. Idyllisch, oder?

Vanlife bei der Fotoparade: Camper im Sonnenuntergang in Brandenburg

Vanlife bei der Fotoparade: Camper im Sonnenuntergang in Brandenburg

Licht und Schatten

Licht und Schatten ist eigentlich die treffende Beschreibung für das ganze Jahr 2021. Denn sogar die Corona-Pandemie hat etwas Gutes. Ich mag es, dass ins quirlige Berlin ein bisschen Ruhe eingekehrt ist – und ich hatte in diesem Jahr mehrfach das Glück, touristische Hotspots vergleichsweise leer zu erleben.

Das erste Bild fängt diese getrübte Grundstimmung, die dennoch Lichtblicke offenbart, so treffend ein, wie kein anderes in diesem Jahr. Es ist während des Lockdowns im Frühling in Berlin bei einem meiner morgendlichen Spaziergänge in der Hasenheide entstanden. Der Morgennebel erhellt die Senke, und am Himmel scheint ein blaues Fleckchen Hoffnung auf einen Sonnentag durch.

Nebel in einer Talsenke zwischen Bäumen

Licht und Schatten 2021 in der Berliner Hasenheide

Weil das Bild aber mit einer gar so schwermütigen Stimmung daherkommt, habe ich noch eine kleine Schatten-Spielerei bei wunderschönem Abendlicht zur Aufmunterung. Sie geht auf eine Premiere zurück: Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich in diesem Jahr die Heideblüte erlebt. Als klar war, dass das Wetter am ersten Septemberwochenende bombig werden würde, sind wir in den Camper gesprungen und in den Südosten Brandenburgs gefahren. Zwischen Spreewald und Schlaubetal erstrecken sich gleich mehrere ausgedehnte Heidegebiete, die weit weniger besucht sind als die bekannte Lüneburger Heide. Das folgende Bild ist in der Reicherskreuzer Heide entstanden.

Blühende Heidelandschaft mit Schatten-Herz

Schattenspiele im Abendlicht an der REicherskreuzer Heide. Eines meiner schönsten Fotos 2021

Tierisch

Mit exotischen Tieren kann ich in diesem Jahr nicht aufwarten. Denn wir haben weder Europa verlassen, noch waren wir in einem Zoo. Dennoch gab es einige bemerkenswerte Begegnungen mit Tieren. Mit den Eichhörnchen aus den benachbarten Stadtnaturräumen sind mein Sohn und ich nach unzähligen Spaziergängen schon quasi per du – mein Sohn fast noch mehr als ich, denn er bringt den süßen rothaarigen Nagern im Winter gern mal Nüsse mit.

Eichhörnchen in Wartestellung

Tierisch: Auf Tuchfühlung mit der Stadtnatur in Berlin

Eine Herausforderung ist für mich immer wieder die Begegnung mit Tieren, die größer sind als ich. Wenn so eine Südtiroler Kuh uns Flachlandtirolern auf dem Wanderweg neugierig aber gelassen entgegen schlendert, Ist klar, wer dort zuhause und wer zu Besuch ist. Da halte ich lieber etwas Abstand. Doch das hat mir die Kuh auf dem Weg zum Völser Weiher am Fuß der Seiser Alm nicht leichtgemacht, die ihr auf dem nächsten Foto seht.

Kuh auf Wanderweg in den Alpen

Tierisch II: Eine Kuh auf unserem Wanderweg in Südtirol – ähm … wem gehört der Wanderweg? ;-).

Gewässer

Meer oder See? Fluss oder Wasserfall? Was Gewässer betrifft, war die Wahl der schönsten Fotos 2021 wirklich eine Qual. Da ging es mir nicht anders als Sabine vom Reiseblog ferngeweht.de. Denn wir haben in diesem Jahr gleich mehrere überraschende, wunderschöne oder spektakuläre Gewässer erlebt. Das begann mit der Adria in Istrien an Ostern und reichte bis zum Rhein in Mannheim im Herbst.

Einfach umgehauen hat uns im Sommer aber der Gardasee. Ich hatte einfach vergessen, wie unglaublich schön „der Lago“ ist. Im kalten klaren Wasser am Nordufer kann man manchmal die Forellen schwimmen sehen, während Surfer über die Wellen gleiten. Einen tollen Blick auf den norditalienischen Bergsee Richtung Süden hatten wir von der Batteria di Mezzo zwischen Torbole und Riva del Garda:

Blick auf den Gardesee von oben

Gewässer: Dem Gardasee eilt nicht umsonst ein Ruf voraus.

Weil wir 2021 insgesamt aber auch fast drei wunderschöne Ferienwochen an der Adria verbracht haben, darf sie hier natürlich nicht fehlen. Der Sandstrand am Lido di Jesolo war zwar zum Baden ok. Deutlich malerischer und landschaftlich viel reizvoller finde ich aber die kroatische Küste. Dort hat mich in diesem Jahr vor allem der Limfjord begeistert. In dem Meeresarm zwischen Hvar und Rovinj wäre ich eigentlich gern Paddeln gegangen. Aber an Ostern waren die Kanuverleiher noch gar nicht geöffnet. Also haben wir bei einer Radtour den Fjord von oben erkundet.

Blick auf den Limfjord in Istrien mit Blumen und Felsen im Vordergrund

Gewässer II: Der Limfjord an Istriens Westküste leuchtet tirkisblau zwischen Wald- und Felsenhängen.

Aussicht

Aussichten genieße ich immer wieder gern, nicht nur an Seen und am Meer, sondern vor allem in den Bergen. Dort sind sie meistens auch am spektakulärsten. Eine Aussicht, auf die ich schon lange neugierig war, ist die in die unfassbar tiefe und enge Leutascher Geisterklamm bei Mittenwald an der deutsch-österreichischen Grenze. Im Anschluss an unseren Italien-Urlaub in den Sommerferien bildete die Wanderung durch die Leutschklamm den Auftakt zu unserem Roadtrip durch Bayern. Ende Juli war der eigentlich kleine Fluss durch die starken Regenfälle im Sommer deutlich angeschwollen. Für meine latente Höhenangst waren die Gittersteige, die in schwindelerregender Höhe am Rand der Klamm entlangführen, eine echte Herausforderung.

Blick in die Leutascher Geisterklamm mit Brücke

Ausblick: Selten reicht der Blick so direkt und so weit in die Tiefe wie in der Leutascher Geisterklamm.

Bilderbuch-Aussichten haben wir zu Beginn unseres Roadtrips durch Norditalien in den Sommerferien in Südtirol auf der Seiser Alm genossen. Die Hochalm bei Kastelruth ist bekannt für das Dolomitenpanorama. Auf dem abwechslungsreichen und kinderfreundlichen Panoramaweg zwischen der Arnikahütte und der Seiser Alm Bergstation gibt es als Belohnung nach einem Anstieg mit einer kleinen Kraxelei den folgenden Ausblick über fast die gesamte Hochebene der Seiser Alm bis zum Doppelgipfel Plattkofel und Langkofel.

eines meiner schönsten Fotos 2021: Ausblick auf Plattkofel und Langkofel auf der Seiser Alm

Ausblick II: Plattkofel und Langkofel auf der Seiser Alm – eines meiner schönsten Fotos 2021

Hoch hinaus

Der höchste Punkt, den wir in diesem Jahr erreicht haben, war der Kronplatz in Südtirol. Wenigstens einmal wollte ich über die Baumgrenze hinaus. Denn auch an der Seiser Alm hatten wir nur daran gekratzt. Hinauf auf den Kronplatz ging es für uns bequem und direkt frühmorgens mit der allerersten Seilbahn. Oben führt ein Rundweg um den kahlen Gipfel, der von mehreren Seilbahnen aus verschiedenen Richtungen erschlossen wird. Außerdem steht dort ein Messner Mountain Museum mit dem Namen Corones. Eines der Fenster des Museums ist als riesiger Spiegel gestaltet. Dort ist das folgende Bild entstanden.

Bergpanorama mit Menschen als Spiegelbild

Hoch hinaus: Auf mehr als 2000 Metern Höhe liegt das MMM Corones auf dem Kronplatz, in dessen Fenster wir und die Dolomiten uns spiegeln.

Schnell mal eben hoch hinaus ging es für uns in diesem Jahr außerdem in Mannheim. Der Mannheimer Fernmeldeturm zählt mit 217 Metern zu den höchsten in Deutschland. Der Blick von der Aussichtsplattform in rund 120 Meter Höhe reicht über Neckar und Rhein hinweg bis zu den Gipfeln des Pfälzerwalds und des Taunus. Und das gilt selbst an trüben Tagen, wie wir sie leider während unseres Städtetrips nach Mannheim überwiegend hatten. Auf dem Foto kam mal kurz etwas Sonne heraus.

Fernmeldeturm Mannheim von den Neckarwiesen aus

Hoch hinaus II: Der Fernmeldeturm Mannheim zählt zu den höchsten in Deutschland.

Schwarz-Weiß

Da ich nie schwarz-weiß fotografiere, gibt es in dieser Kategorie nur ein Foto, und das ist von Natur aus schwarz-weiß. Wer genau hinsieht, erkennt sicher einen Schimmer Farbe in den Bäumen, denn ich habe es absichtlich nicht entfärbt. Der dichte Hochnebel verwandelt die Winterlandschaft im Fichtelgebirge ganz natürlich weitgehend in ein Schwarzweißbild.

Das Foto zeigt die Stufen auf dem allerletzten Wegstück hoch zum Kösseinegipfel. Dorthin führt die allerliebste unserer Winterwanderungen im Fichtelgebirge – meiner zweiten Heimat. Denn zur Belohnung für den Aufstieg gibt es nicht nur eine leckere Einkehr in der Kösseinehütte, sondern vor allem eine rasante und aufregende Schlittenabfahrt durch den Winterwald. An manchen Tagen haben wir den rund zwei Kilometer langen Weg auch schon zweimal gemacht.

Winterlandschaft im Fichtelgebirge: verschneite Treppenstufen im Wald

Schwarz-weiß erscheint die Winterlandschaft rund um die Kösseine im Fichtelgebirge

Meine schönsten Fotos 2021: Zusatzkategorien

Aufgeblüht

Der Winter 2020/2021 war lang und selbst in Berlin lange von Schnee begleitet. Der Schnee hat ihn zwar etwas erträglicher gemacht. Dennoch war in diesem Corona-Jahr meine Freude über den Frühling extrem groß. Schließlich war sie auch mit der Hoffnung auf ein Ende des Lockdowns verbunden. Vor den ersten Schneeglöckchen auf den Wiesen der historischen Friedhöfe in der Bergmannstraße habe ich mich daher verneigt und sie persönlich begrüßt.

Schneeglöckchenwiese

Aufgeblüht bin nicht nur ich im Frühling, sondern auch die Schneeglöckchen vor der Haustür.

Eng

Eng sind die Gassen in Venedig. Ich selbst konnte mich vor unserer Reise in diesem Jahr noch erinnern, wie ich als Kind dort durch Gassen gelaufen bin, in denen ich beide Häuserwände gleichzeitig mit den Händen berühren konnte. Dieses Erlebnis hat mich auch 2021 als Erwachsene in Venedig mit Kind wieder fasziniert. Mal sehen, ob es meinen Sohn auch so nachhaltig beeindruckt. Zur Erinnerung hat er das folgende Foto, während es von mir als Kind in Venedig nur Fotos auf Löwen und mit Tauben gibt.

Kind in einer engen Gasse in Venedig

Eng sind die Gassen in Venedig.

Einschlag

Über dem Gardasee brauen sich im Sommer gelegentlich heftige Unwetter zusammen. In eines sind wir mitten hineingeraten. Wir hatten unglaublich großes Glück mit der Wahl unseres Campingplatzes. Denn der lag in zweiter Reihe zum See hin. Der Campingplatz in der ersten Reihe war am Tag nach dem Unwetter verwüstet. Dort waren Bäume umgestürzt. Sie hatten ein großes Wohnmobil halb angehoben, einen VW Bulli und einen Wohnwagen unter sich begraben. Über das Unwetter wurde sogar in den deutschen Medien berichtet, so dass wir bald Nachfragen aus der Heimat bekamen, ob bei uns alles ok ist. Das waren die wohl heftigsten Einschläge, die wir 2021 erlebt haben.

Das Bild ist das letzte aus einer Serie, die zeigt, wie sich die Unwetterfront über den See immer näher schiebt. Unmittelbar danach brachen Sturm und Regen los. Wir mussten rennen, und sind nicht mehr ganz trocken zu unserem Wohnmobil gekommen.

Unwetterwolken über dem Gardasee

Einschlag: Heftig hat das Unwetter über dem Gardasee im Sommer 2021 in Toroble gewütet.

Rot

Rot ist gar nicht meine Lieblingsfarbe. Aber sie ist sehr fotogen. So konnte ich mich bei dieser Kategorie wieder mal nicht entscheiden. Alle drei Bilder sind in Kroatien im Frühling entstanden. Das erste zeigt einen Wellenbrecher am Hafen von Fazana, das zweite den Sonnenuntergang auf dem Campingplatz beim Städtchen Hvar, und das dritte ein rotes Schiff im Hafen von Hvar,

Minimalistisch

Minimalismus ist ja relativ. Wer mit Zelt und Rucksack unterwegs ist, findet unsere Wohnmobilreisen sicher nicht minimalistisch. Tatsächlich haben wir meistens eher zuviel als zu wenig an Bord. Was allerdings nur noch sehr sparsam mitkommt, ist Spielzeug. Denn irgendwie braucht mein Kind unterwegs keine Gerätschaften zum Spielen. Es findet genug Dinge in der Natur. Wenn es auf einem Campingplatz, wie auf dem total sympatischen Minicamp Vita Mia bei Pazin in Istrien eine Lagerfeuerstelle mit Feuerholz findet, dann ist es für den Rest des Tages beschäftigt.

Kind am Lagerfeuer

Vermisst haben wir in diesem Jahr dann aber doch wenigstens eine Sandschaufel (die das Präpubertier beim Packen als „kindisch“ ablehnte). Ihr Fehlen hat uns aber kreativ gemacht. Eine Gelände-Rennbahn für den Spielzeug-Jeep war auch mit den Händen schnell in den Ostseesand am Darss bei Nienhagen gebaut.

Kind beim Spielen am Strand

Minimalistisch: Ein kleines Spielzeugauto genügt.

Natur pur

Unsere Reisen haben uns auch 2021 wieder überwiegend in die Natur geführt. Natur pur erlebt man am Meer, an bekannten Seen oder in den Alpen jedoch nur selten, weil dort fast alles touristisch erschlossen ist. Wirklich begeistert haben mich in diesem Jahr zwei Naturlandschaften in Deutschland, die kaum gegensätzlicher sein könnten.

Im Frühsommer haben wir die Westprignitz mit dem Unesco Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe entdeckt. Wir waren dort für ein Wochenende im Rahmen eines Foto- und Filmshootings. Die kurzen Abendspaziergänge am Elbdeich haben jedoch gereicht, um uns absolut runterzubringen und jeglichen Stress auszublenden. In den Uferauen der Elbe ist die Zivilisation gefühlt endlich weit weg. Wir haben uns dort gefühlt wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn – nicht zuletzt weil das Wasser so hoch stand.

Bäume im Wasser in einer Flusslandschaft an der Elbe

Natur pur an der Elbe in der Westprignitz

Auch die gänzlich andere Landschaft, die wir im Herbst im Pfälzerwald erlebt haben, hat uns an die USA erinnert, aber nicht an den Mississippi, sondern an Utah, Nevada oder Arizona. Die roten Buntsandsteinfelsen rund um Dahn haben uns ähnlich begeistert wie das Valley of Fire. Sogar mein inzwischen oft wanderfaules Kind musste nach der ersten Wanderung direkt vom Campingplatz Büttelwoog aus nicht mehr zum Wandern überredet werden. Denn überall gab es reichlich Gelegenheit zum Klettern oder Verstecken. Das Foto ist direkt bei der ersten Wanderung auf dem Dahner Felsenweg entstanden.

Buntsandsteinfelsen bei Dahn

Natur pur im Pfälzerwald auf dem Dahner Felsenpfad

Mein schönstes Foto 2021

Mein absolutes Lieblingsfoto aus diesem Jahr ist ein weiteres Bild unseres Campers. Seit 2019 sind wir nun schon damit unterwegs und lieben es. Dabei sind wir eher zahme Camper als Wildcamper. Einsame Stellplätze direkt am Meer haben wir bisher nicht gefunden. Ganz einsam war es auch an dem Stellplatz nicht, von dem das folgende Foto stammt. Denn der liegt ganz legal auf einem Campingplatz in Istrien. Doch während sich unzählige Wohnmobile eng an eng auf den teuersten Stellplätzen auf einer Halbinsel drängten, hatten wir einige hundert Meter weiter den Platz in erster Reihe zum Meer deutlich billiger und mit weit genug entfernten, sehr netten Nachbarn. Das Foto entstand beim Sonnenaufgang. Mein Sohn hat noch geschlafen, während ich mit Fotoapparat und Teetasse ums Wohnmobil schlich. Wir waren seit knapp zwei Wochen unterwegs und hatten den deutschen Corona-Wahnsinn fast vergessen. Selten habe ich 2021 einen so entspannten und schönen Moment erlebt.

Vanlife: Camper am Meer bei Sonnenaufgang

Ein Vanlife-Traum wird wahr.

Mehr zur Fotoparade

Euch gefallen meine schönsten Fotos 2021? Dann seid ihr vielleicht auch neugierig auf meine früheren Beiträge zur Fotoparade. Die findet ihr hier:

Fotoparade Spezial Jahresrückblick 2020

Reise-Highlights in Bildern zur Fotoparade 2-2018

In 13 Reisefotos durchs erste Halbjahr 2018

Meine schönsten Reisefotos 2017

Fotoparade 2016 – Acht Bilder von unterwegs mit Kind

Weitere Beiträge von anderen Bloggern zur Fotoparade sammelt Michael im Fopanet

Verratet ihr mir, welches meiner Fotos 2021 ihr am schönsten findet? Hinterlasst mir einen Kommentar!

 

9 Kommentare

  1. Ui, ich wusste gar nicht, dass Corona Dich erwischt hat! Gut, dass Du es überstanden hast. Deine Bilder finde ich alle schön. Wahnsinn, wie oft Ihr unterwegs wart! Danke auch für die Erwähnung im Beitrag 🙂 Alles Gute für 2022!

    • Liebe Sabine,
      danke für die guten Wünsche! Ich habe selbst gestaunt, dass wir trotz der Umstände in diesem Jahr so viel herumgekommen sind.
      Liebe Grüße
      Angela

  2. Liebe Angela, tolle Fotos hast Du rausgesucht. Ich finde das Bild vom Pfälzerwald faszinierend. Da sieht man ja wieder, dass man nicht unbedingt ins Flugzeug steigen muss um einzigartige Natur zu erleben. Ich hoffe Dir geht es gesundheitlich wieder gut…
    Alles Liebe aus Wien und ein gutes neues Jahr!

    • Liebe Gudrun,
      hab Dank für die guten Wünsche. Ich habe Covid zum Glück scheinbar ohne Nachwirkungen überstanden (toitoitoi). Du hast völlig recht damit, dass man in nächster Nähe echte Naturschauspiele erleben kann. Dass wir das nun wieder entdecken, ist auch wirklich ein Vorteil an der Corona Pandemie 😉
      Liebe Grüße
      Angela

  3. Wunderschöne Aufnahmen, liebe Angela. Besonders gut gefallen mir die Kategorien Licht und Schatten, rot und Natur pur. Die Fotoparade ist bei mir auch immer ein Fixpunkt Ende Jahr. Alles Gute für 2022!

    Herzlich
    Carola

  4. wow, was für ein wunderbarer fotografischer jahresrückblick quer durch die jahreszeiten. ganz viele tolle momentaufnahmen dabei <3 wieviele personen haben denn platz in eurem van? ich liebe es ja mir die bilder davon anzuschauen. vielleicht komm ich ja auch mal dazu sowas auszuprobieren.

    • Liebe Sophie,
      zu zweit ist es bequem. Es gäbe auch noch ein Extra-Bett. Das haben wir aber noch nie benutzt.
      Wenn du es probierst, dann am besten erstmal mit einem Mietmobil. So sind wir auch auf den Geschmack gekommen.
      Liebe Grüße
      Angela

  5. Mein absoluter Favorit ist der Sonnenuntergang in Hvar. Traumhaft!

    Ich finde diese Fotoparade immer sehr spannend anzuschauen, die Kategorien sind jedes Mal eine Überraschung. Allein die Vorstellung, mich durch tausende Fotos des Jahres zu wühlen, schreckt mich vom Mitmachen ab 😉 Und dieses Jahr fehlt mir ohnehin glatt die Hälfte meiner Fotos, die zusammen mit dem Handy am letzten Tag des Sommerurlaubs im Pool gelandet sind…

    Liebe Grüße und ein tolles 2022!
    Jenny

    • Oh nein! Ao ein Fotoverlust ist ja kaum zu verschmerzen. Ich leide mit dir. Ich trauere ein paar 100 Fotos aus Costa Rica bis heute hinterher. Die Speicherkarte hat eine Macke und kann die einfach nicht abrufen.
      Liebe Grüße
      Angela

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