Wer in der grünen Stadt Berlin Parks einfach links liegen lässt, bringt sich nicht nur um ein paar grüne Atempausen beim Sightseeing, sondern auch um einen anderen Blick auf die pulsierende Metropole. Welche Parks in Berlin nahe der Sightseeing-Highlights liegen oder selbst eine Attraktion sind und wo schöne Berliner Parks für Kinder zu finden sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Was in Berlin Parks für Kinder bieten
Sowohl der Junior als auch ich sind große Liebhaber der Stadtnatur. Immer wieder gern besuchen wir in Berlin Parks. Wir finden: Diese grünen Oasen machen das Leben in unserer Mega-City eigentlich erst lebenswert. Und es gibt überraschend viele davon. Meistens sind es die gleichen grünen Flecken, in die wir für ein paar Stunden aus dem Großstadttrubel flüchten. Aber ab und zu lernen wir auch neue schöne Parks in Berlin kennen.
Wenn wir in Berlin Parks entdecken, die uns gut gefallen, beschreibe ich sie hier. Der Beitrag wird laufend ergänzt, immer wieder aktualisiert und umfasst derzeit 15 Parks in Berlin. Zwei besondere Grünanlagen beziehungsweise Naturflächen in Berlin stelle ich euch in extra Beiträgen vor, die unten verlinkt sind. Ich habe speziell unter die Lupe genommen, was diese Berliner Parks für Kinder bieten und wie gut sie für Familien geeignet sind. Zur besseren Übersicht sind sie geografisch nach Bezirken sortiert.

Parks in Berlin Mitte
Volkspark Friedrichshain: Trümmerberg und Märchenbrunnen
Der Volkspark Friedrichshain ist vom Alexanderplatz in nordwestlicher Richtung schnell mit der Straßenbahn erreicht. Er liegt zwischen Friedrichshain im Süden und Prenzlauer Berg im Norden.
Der Friedrichshain eröffnete schon 1846 und gilt als erste kommunale Grünanlage Berlins. Den berühmten Märchenbrunnen mit Skulpturen nach Motiven aus den Märchen der Gebrüder Grimm erhielt er aber erst 1912. Er ist eine echte Sehenswürdigkeit. Der Berg im Friedrichshain, der (im Winter) Ausblick auf den Fernsehturm am Alexanderplatz bietet, entstand nach dem zweiten Weltkrieg als Trümmerberg.
Der Märchenbrunnen macht auch Kindern Spaß. Östlich davon schließt sich eine große Liege- und Spielwiese an, auf der gegrillt werden darf. Bevor es zum großen Teich mit ebenso großem Terrassencafé geht, liegt rechts am Fuß des Berges ein großer Spielplatz. Links sind Tennis- und Ballspielplätze, zum Teil öffentlich. Östlich des Teichs wird der Park wilder und etwas hügelig. An der Nordostecke öffnet er sich zu einer weiten Liegewiese. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Freiluftkino vorbei.
Volkspark Friedrichshain auf einen Blick
- Besonders schön: Neben dem Märchenbrunnen ein Wasserlauf zum Spielen in der Nähe des Freilichtkinos.
- Gut zu wissen: Die Toiletten rund um den Märchenbrunnen sind fest in der Hand der schwulen Szene. Die wilden Wald- und Buschflächen rund um den Berg bleiben wohl dauerhaft abgesperrt, und jeden Winter werden die Brunnenfiguren eingepackt.
- Anfahrt: Tram M4, M5 M6 bis Mollstraße/Otto-Braun-Straße
- In der Nähe: Im nördlich angrenzenden Bötzowviertel gibt es viele nette Cafés.

Monbijoupark – grüner Platz am Wasser
Mitten in Mitte mit Blick über die Spree auf den Dom und die Museumsinsel ist der Monbijoupark mit Sicherheit einer der Parks in Berlin, die sich perfekt für eine Pause beim Sightseeing anbieten. Er erstreckt sich zwischen S-Bahn, Spree und Oranienburg Straße und ist an beiden Enden über historische Brücken mit der Museumsinsel verbunden. Cafés und Restaurants grenzen an.
Der kleine Monbijoupark wurde Im 19. Jahrhundert als Park zum Schloss Monbijou angelegt, 1960 in Ostberlin neugestaltet und zuletzt 2006 erneuert. Entlang der S-Bahn-Bögen im Nordosten haben Cafés und Lounges Liegestühle aufgestellt. Im westlichen Teil führt ein Freilufttheater an Sommerabenden klassische Komödien auf. Außerdem gibt es für Familien ein kleines Schwimmbad mit Planschbecken, das besonders für kleine Kinder geeignet ist. Mehr dazu im Beitrag über Berlin im Sommer.
Monbijoupark auf einen Blick
- Besonders schön: Im Liegestuhl den Blick über die Spree auf die Museumsinsel genießen, mit kleinen Kindern ins Schwimmbad gehen.
- Gut zu wissen: Die Wiesen sind leider mit Kippen übersät. Viel Partypublikum. Eher Grünfläche als Park.
- Anfahrt: S-Bahnhof Hackescher Markt
- In der Nähe: Hackescher Markt, Museumsinsel, Synagoge Berlin

Parks in Berlin Kreuzberg
Viktoriapark Berlin - klein aber fein
Der Viktoriapark liegt im Südwesten Kreuzbergs an der Grenze zu Tempelhof. Er wurde als romantischer Landschaftspark um 1890 am Tempelhofer Berg rund um das sogenannte Schinkel-Denkmal angelegt, das dem Park bis heute die Spitze aufsetzt. Einige der schon vorher hier bestehenden Weinberge bringen immer noch einen seltenen Berliner Tropfen hervor.
Auffällig ist im Viktoriapark Berlin vor allem das Schinkeldenkmal auf dem Kreuzberg. Der Berg gilt mit 66 Höhenmetern als höchste innerstädische Erhebung Berlins. Viele junge Menschen genießen dort den Sonnenuntergang mit Straßenmusikuntermalung und Blick auf die Skyline des Potsdamer Platzes. Ebenso auffällig ist der künstliche Wasserfall, der sich vom Fuß des Denkmals bis hinunter zur Kreuzbergstraße zieht und eine Blickachse bis zum Gendarmenmarkt in Mitte freigibt. Am Wasserfall wird an heißen Tagen viel geklettert und geplanscht. Die Wege schlängeln sich so geschickt durch den Park, dass sich trotz der begrenzten Fläche von gerade mal zwölf Hektar lange Strecken bergauf und bergab zurücklegen lassen. Großer Spielplatz in der Nähe des traditionsreichen Biergartens Golgatha. Im Winter wird der Wiesenhügel zur Schlittenabfahrt.
Viktoriapark auf einen Blick
- Besonders schön: Planschen am Wasserfall im Hochsommer. Der Spielplatz und der nahegelegene Biergarten entspannen Kinder und Eltern fast rund ums Jahr. Auch schön: Sonnenuntergang und Aussicht am Denkmal.
- Gut zu wissen: Ganz kleine Kinder brauchen auf dem Spielplatz an vielen Spielgeräten Hilfe. Der Sonnenuntergangstreff ist oft alkohol- und rauchreich. Nicht selten bleiben Scherben zurück.
- Anfahrt: U-Bahnhof Platz der Luftbrücke (U6), oder Bus 140
- In der Nähe: Bergmann- und Chamissokiez grenzen mit Altbauten, Cafés und kleinen Läden im Osten an. Im Westen gehts nach einem kurzen Weg durch eine Wohnstraße weiter zum südlichen Teil des Gleisdreiecks. Deshalb ist der Viktoriapark Berlin auch Teil meines Stadtspaziergangs durch Berlin Kreuzberg.

Gleisdreieck Park – der etwas andere Park in Berlin
Der Park am Gleisdreieck zieht sich zwischen den Bezirken Kreuzberg und Schöneberg entlang der Nord-Süd-Bahnlinie. Er ist auf einem ehemaligen Gleisgelände entstanden, das nach der Teilung Berlins und der Einstellung des Lehrter Stadtbahnhofes komplett verwilderte, von den Anwohnern aber trotz Absperrung bereits als Stadtwildnis für Spaziergänge genutzt wurde. Bei der Umgestaltung der urbanen Wildnis in einen zivilisierten Park gingen die Planer sehr behutsam vor. Viele wildgewachsene Bäume, teils seltene Pflanzen und Reste von Gleisanlagen und Bahngebäude blieben stehen.
Auf den erschlossenen Flächen sind viele Sportanlagen (u.a. Beachvolleyball, Skaterparks, Basketball) und mehrere Spielplätze entstanden. Stadtkinder lieben den Naturspielplatz, eine Brache mit Hügeln und Baumstämmen im südöstlichen Teil des Parks. An den Sportplätzen unter der Hochbahntrasse haben kleine Kinder Spaß beim Trampolinspringen, die größeren beim Skaten. Im Hochsommer ist der Wasserspielplatz ganz im Westen der Hit. Vielfältig ist der Steckenwald am Südosteingang. Dazu gibt es drei Kioske mit Toiletten und das idyllische Garten-Café Eule südlich des Wasserspielplatzes, das von den Nutzern der Kleingartenanlage im Park betrieben wird. Ein weiteres Café befindet sich in den alten Bahngebäuden im östlichen Teil des neuesten Berliner Parks.
Gleisdreieck Park auf einen Blick
- Besonders schön: Die Gleiswildnis und die Lost Places sind etwas ganz Besonderes.
- Gut zu wissen: Wenig schattige Plätze
- Anfahrt: S-Bahnhof Yorckstraße (S1, S2 und weitere) oder U-Bahnhof Gleisdreieck (U1, U2, U3)
- In der Nähe: Im Norden grenzt das Technikmuseum mit dem Science Center Spectrum direkt an, und der Potsdamer Platz ist auch nicht weit weg. In der östlich angrenzenden Hornstraße liegt das Kindercafé Kreuzzwerg, westlich der Schöneberger Bülowkiez mit viel Streetart.

Tempelhofer Feld - Wind und Weite
Das Tempelhofer Feld ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Ganz viel Stadtnatur erobert das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof zwischen den Bezirken Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg zurück. Dazwischen stehen einige Barracken, ein Flugzeugwrack und weitere Einrichtungen, die an den Flughafenbetrieb erinnern. Auf mehr als 300 Hektar ist auch Platz für Gemeinschaftsgärten und für die Brutgebiete der Feldlerchen.
Die spannende Geschichte des ehemaligen Flughafen Tempelhof, über den Westberlin während der Blockade nach dem zweiten Weltkrieg versorgt wurde, kann man auf dem Parkgelände auf vielen Tafeln nachlesen. Seit 2008 ist der Flughafen geschlossen. Das zunächst abgesperrte Gebiet wurde auf Drängen der Anwohner für das Publikum geöffnet, aber aus Geldmangel weitgehend so belassen wie es war. Über die Planungen für die Zukunft informiert der rote Infopavillon.
Mehrere Flächen sind zum Grillen ausgewiesen. Verpflegen kann man sich außerdem an den Kiosken an den Eingängen, beim Coffee-Bike oder im Biergarten. Sport und Spaß bieten Ballsportflächen, ein außergewöhnlicher Minigolfplatz (Nuture Mini Art Golf), der Kinder-Mitmachzirkus Cabuwazi und die Verleihstationen von Tretmobilen und Fahrrädern am Eingang Tempelhof. Auf den Flugbahnen ermöglichen Kilometermarken Wettrennen aller Art. Kleine Mountainbiker finden einen Übungstrail in einem Wäldchen nahe beim Flugzeugwrack, der zuletzt zwar umzäunt, aber dennoch in Benutzung war.
Dank etlicher öffentlicher Toiletten in meist passablen Zustand kann man gut einen ganzen Tag auf dem Tempelhofer Feld verbringen. Regelmäßig finden Feste statt, bei denen kostenlos oder für wenig Geld viel geboten wird, wie etwas das Festival der Riesendrachen das zu den schönsten Zielen für Ausflüge mit Kindern in Berlin im Herbst zählt.
Tempelhofer Feld auf einen Blick
- Besonders schön: Im Frühjahr und Herbst die Sonne und die Weite genießen, Drachen steigen lassen, grillen, und ungewöhnliche Sportarten beobachten, zum Beispiel Jugger oder Windskaten.
- Gut zu wissen: An heißen Tagen im Hochsommer fehlen Schattenplätze.
- Anfahrt: U-Bahnhof Boddinstraße oder Leinestraße (U8), S- und U-Bahnhof Tempelhof (U6, S Ringbahn), U-Bahnhof Platz der Luftbrücke (U6).
- In der Nähe: Das architektonisch interessante Flughafengebäude kann mit Führungen besichtigt werden. Der östlich angrenzende Nordneuköllner Kiez rund um Herrfurthplatz und Schillerpromenade (mit Spielplatz) hat sich zur angesagten Galeriemeile gemausert. Im Norden liegt der Park Hasenheide

Parks in Berlin Neukölln
Volkspark Hasenheide – Tierpark und Methusalem-Bäume
Bis zum 17. Jahrhundert war die Hasenheide das Jagdgebiet des Großen Kurfürsten. Im 19. Jahrhundert wurde sie zur Geburtsstätte der Turnerbewegung. Turnvater Jahn ist ein Denkmal in dem Park in Berlin-Neukölln gewidmet. Seit 2024 fanden umfangreiche Umbaumaßnahmen statt. Als einer der ersten Parks in Berlin sollte die Hasenheide klimagerecht umgestaltet werden.
Insgesamt drei (Holz-)Spielplätze mit viel Platz und ein Tierpark mit Streichelzoo, Vögeln und einheimischen Tieren, wie Eseln, Ziegen, Rehen und Schafen sind die Attraktionen in der Hasenheide für Familien. Im Teich am südwestlichen Ende des Parks sieht man auch mal außergewöhnliche Wasservögel.
Einige der Bäume im östlichen Teil des 50 Hektar großen Parks haben knapp 300 Jahre Geschichte miterlebt und sind als Naturdenkmäler geschützt. In ihrem Schatten bieten sich große Wiesenflächen zum Picknicken oder Spielen.
Die Hasenschenke, ein uriger Kiosk, verkauft selbstgebackene Kuchen und Eis am Stiel. An Sommerabenden zeigt das Freiluftkino Hasenheide mitten im Park Kinofilme.
Volkspark Hasenheide auf einen Blick
- Besonders schön: Der alte Baumbestand und der kleine Tierpark sind im Sommer die Highlights für Familien in der Hasenheide. Bei Schnee im Winter wird die Kuhle zur breiten Schlittenbahn.
- Besser beachten: Im Park gibt es einige Dealer. Belästigungen haben wir dadurch aber noch nicht erlebt. In der Nähe des Teichs ist im Sommer FKK-Zone.
- Anfahrt: U-Bahnhof Südstern (U7), Herrmannplatz (U7, U8) oder Boddinstraße (U8)
- In der Nähe: Im Norden ist die Gräfestraße mit kleinen Läden, Cafés und Restaurants nicht weit. Die Botschaft des Vatikan (Päpstliche Nuntiatur) grenzt im Westen an. Richtung Osten in Neukölln gehts zur Werkstatt der Kulturen. Im Süden liegt die Sehitlik Moschee, die auch besichtigt werden kann. Direkt daneben geht es auf das Tempelhofer Feld.

Britzer Garten - Blumenbeete, Wasserspaß und Apfelernte
Der Britzer Garten wurde 1985 zur Bundesgartenschau angelegt. Er liegt außerhalb des Stadtzentrums im Süden Neuköllns an der Grenze zu Mariendorf inmitten von Lauben- und Wohnsiedlungen.
Der 90 Hektar große Landschaftsgarten umfasst Parkflächen und Gartenanlagen. Je nach Jahreszeit verwandeln sich einige Bereiche in ein Meer aus Tulpen, Rosen oder Dahlien. Im Herbst können außerdem alte Apfelsorten für den Eigenverzehr geerntet werden. Kräutergarten und Rhododendronhain, Rosengarten und Staudengarten gehören auch dazu.
In der Mitte der Parkanlage ist ein großer künstlicher See angelegt. Darin lassen Modellbootkapitäne gern ihre Schiffe kreisen. Zum Baden ist er jedoch nicht geeignet. Dafür gibt es aber zwei Wasserspielplätze und weitere Spielplätze, jeweils mit Toiletten und (nicht ganz günstiger) Gastronomie in der Nähe.
An verschiedenen Stellen gibt es Turngeräte und Tischtennisplatten. Auf den großen Wiesen ist viel Platz für ein Picknick und zum Spielen. Im Freilandlabor finden an Wochenenden häufig Naturforscher-Veranstaltungen für Kids statt. Gelegentlich gibt es weitere Veranstaltungen und Konzerte rund um den See, etwa das große Osterfeuer.
Britzer Garten auf einen Blick
Besonders schön: Für Kids an warmen Tagne der Wasserspielplatz zwischen dem Tiergehege am Freilandlabor und dem Festplatz. Für Eltern das saisonal wechselnde Blütenmeer in den Blumenbeeten. Für alle die Apfelernte im Herbst.
Gut zu wissen: Der Park ist kostenpflichtig und nachts geschlossen. Erwachsene zahlen im Sommer 5 Euro, im Winter 2 Euro, Kinder ab 6 Jahren im Sommer 2,50 Euro im Winter 1 Euro (Stand September 2026). Klettern in den Bäumen wird von manchen Parkwächtern nicht geduldet.
Anfahrt: Bus 179 Sangerhauser Weg, M44 bis Britzer Garten, 181 bis Rotkopfweg, Neumarksplan oder Im Rosengrund

Berlin: Parks in anderen Stadtteilen
Großer Tiergarten: Park in Berlin voller Sehenswürdigkeiten
Wie die Hasenheide war auch der Tiergarten Park im gleichnamigen Bezirk Tiergarten einmal Jagdgebiet der Kurfürsten, das jedoch schon Ende des 17. Jahrhunderts zum Park umgestaltet wurde. Im 19. Jahrhundert hat der bekannte Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné das Gelände in einen englischen Volkspark verwandelt. Nach der landwirtschaftlichen Nutzung des Tiergarten Parks in Berlin nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Tiergarten zur größten Grünfläche Westberlins umgestaltet.
Auf 200 Hektar verteilen sich verschiedene Sehenswürdigkeiten und diverse Skulpturen. Der Park wird durch die Straße des 17. Juni in einen Nord- und einen Südteil getrennt. Auch in Ost-West-Richtung ist er durch eine Verkehrsachse geteilt. Im englischen Garten finden im Spätsommer kostenlose Open Air Konzerte statt. Ansonsten gibt es jede Menge schattige Wiesen, Alleen, Wege, kleine Gärten, Wasserläufe, Teiche, einige Biergärten und Cafés. Ganz im Westen des Parks verläuft vom Biergarten Schleusenkrug nach Norden eine Allee mit verschiedenen historischen (Gas-)Laternen.
Tiergarten Park Berlin auf einen Blick
- Besonders schön: Picknick auf einer der vielen Wiesen. Im Café am Neuen See sitzt man ruhig und kann Boote für eine Ruderpartie mieten.
- Gut zu wissen: Kein Zugang zum direkt benachbarten Zoo. Bei Großveranstaltungen auf der Straße des 17. Juni (Fanmeile, etc.) sind viele Teile dieses Parks in Berlin abgesperrt.
- Anfahrt: S-Bahnhof Tiergarten, U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz oder Brandenburger Tor
- In der Nähe: Bedeutende Berliner Sehenswürdigkeiten, wie Reichstag, Brandenburger Tor, Stelenfeld, Potsdamer Platz und Zoo grenzen direkt an. Siegessäule, sowjetisches Mahnmal, Schloss Bellevue und das Haus der Kulturen der Welt liegen mitten im Großen Tiergarten.

Gärten der Welt – Must-See unter den Parks in Berlin
Wer in Berlin Parks kennenlernen will, darf die Gärten der Welt nicht verpassen. Die länderspezifischen Themengärten sind eine echte Besonderheit. Durch die fernöstlichen Bauten und Pflanzen können Familien eine kleine Weltreise an einem Tag unternehmen. Das Tropenhaus bietet auch an kühlen Tagen T-Shirt-Wetter. Auf der Park-Homepage kann man eine Kinder-Rallye downloaden https://www.gaertenderwelt.de/erlebnisse/rallyes/
Die Gärten der Welt erstrecken sich rund einen Kilometer breit und einen Kilometer lang am östlichen Stadtrand von Berlin in den Hochhaussiedlungen von Hellersdorf. Sie sind noch in der DDR 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins errichtet worden. Die asiatisch dominierten Themengärten waren schon damals Bestandteil des Konzeptes, weitere kamen ab dem Jahr 2000 hinzu. 2017 wurde das Gelände für die Internationale Gartenausstellung (IGA) restauriert und neugestaltet.
In den Gärten der Welt gibt es viele abwechslungsreiche und gepflegte Spielplätze, Wassergärten, Labyrinthe, Picknickwiesen, ein englisches Cottage-Café, ein japanisches Teehaus und weitere Gelegenheiten zum Essen und Trinken. An Frühlings- und Sommer-Wochenenden wird die Parkbühne oft mit einem bunten Familienprogramm bespielt. Alle Infos und einen Parkplan findet ihr am Besucherzentrum am Eingang Blumberger Damm.
Gärten der Welt auf einen Blick
- Besonders schön: Etwas ganz Besonderes für Familien mit kleinen Kindern ist der Märchenwald in den Gärten der Welt. Die Märchenfiguren versprühen DDR-Nostalgie.
- Gut zu wissen: Für das weitläufige Areal sollten Familien mit Kindern mindestens einen halben Tag einplanen und für kleine Kinder einen Wagen mitnehmen. Wer früh kommt, kann einen Bollerwagen mieten. Wer einen ganzen Tag Zeit hat, kann direkt den benachbarten Kienbergpark besuchen. Die Gärten der Welt sind kostenpflichtig und nicht immer geöffnet. Mehr Infos:
- Anfahrt: U-Bahnstation Kienbergpark (U5) und weiter mit der Seilbahn oder Busstation Blumberger Damm/Elisabethstraße mit Bus 191 oder 192 ab S-Bahnhof Marzahn (S7) oder Wuhletal (S5).
- In der Nähe: Östlich grenzt der Kienbergpark an (siehe unten).

Kienbergpark - Mit der Seilbahn auf den Wolkenhain
Der etwa ein Quadratkilometer große Kienbergpark schließt im Berlin Hellersdorf östlich an die Gärten der Welt an. Das Gebiet um den Kienberg war lange Zeit Wildnisgebiet am östlichen Stadtrand und zählt zu den Rieselfeldern, in denen die Berliner Abwässer entsorgt wurden. Der aussichtsreiche Hügel ist zwar natürlichen Ursprungs, aber erst durch Kriegsschutt auf seine heutige Höhe von über 102 Metern gewachsen. Für die IGA 2017 wurde das Gebiet zum Park erschlossen. Das naturgeschützte Wuhletal mit seinen Sumpfgebieten hat man naturbelassen integriert.
Seit 2017 ist die 1,5 Kilometer lange Seilbahn im Kienbergpark ein echtes Highlight. Es gibt in ganz Berlin und Brandenburg keine weitere! Sie schwebt über die Sumpfgebiete im Wuhletal zum Kienberg hinauf und von dort hinab in die Gärten der Welt. Gekrönt wird das Erlebnis von der Aussicht auf dem Aussichtsturm Wolkenhain (mehr darüber im Beitrag über Aussichtspunkte in Berlin). Er beherbergt auch ein Café. Abenteuerlustige rasen vom Hügel mit der (kostenpflichtigen) Bobbahn hinab Richtung Gärten der Welt. Die Riesenschaukeln im östlichen Kienbergpark sind vor allem am Abend mit Blick in den Sonnenuntergang schön.
Kienbergpark auf einen Blick
- In der Nähe: Das Wuhletal empfiehlt sich für eine längere Wanderung oder eine Fahrradtour. Es ist ein Stück Natur in der Stadt.
- Besonders schön: Die Seilbahnfahrt ist ein erhebendes Erlebnis und der Blick vom Wolkenhain über ganz Berlin und Brandenburg erhaben.
- Gut zu wissen: Die Seilbahn fährt von Oktober bis März nur eingeschränkt. Das Hin- und Rückfahrticket für Erwachsene kostet 7,50, für Kinder ab 6 Jahre 5 Euro (Stand September 2026).Es gibt Kombitickets für die Seilbahn und die Gärten der Welt. Mehr Infos: gruen-berlin.de/projekte/infrastruktur/seilbahn/service-infos
- Anfahrt: U-Bahnstation Kienbergpark (U5) oder wie Gärten der Welt

Bürgerpark Pankow
Der Bürgerpark Pankow ist einer der größten Parks in Berlin Pankow, zu dem auch das Viertel Prenzlauer Berg gehört. Der Name ist Programm: Er zieht bedeutend weniger Feiervolk an als der hippe Mauerpark und wird tatsächlich eher von Familien genutzt.
Die Parkanlage und manche der vielfältigen Laubbäume darin gehen auf die Mitte des 19. Jahrhundert zurück. Erhalten sind auch noch das repräsentative Tor an der Wilhelm-Kuhr-Straße und ein Musikpavillon mit Arkaden.
Im Bürgerpark Pankow gibt es ein Ziegengehege, eine Parkbücherei, Springbrunnen, Blumenbeete und große, teils halbwilde Wiesenflächen, die teils schattig, teils sonnig sind. Mitten drin befindet sich der Biergarten Rosengarten umgeben von Rosen. Außerdem fließt die Panke hindurch. Am nordwestlichen Zugang gibt es einen Spielplatz.
Bürgerpark Pankow auf einen Blick
- Besonders schön: Blumenbeete und (kostenlose) Sommer-Konzerte im Musikpavillon
- Anfahrt: S-Bahnhof Wollankstraße
- In der Nähe: Berliner Mauerweg, Panke-Radweg, Kinderbauernhof Pinkepanke mit betreutem Bauspielplatz und Bastelangeboten.

Volkspark Jungfernheide: der perfekte Ort für Familien
Ein Beitrag von Susanne von Von Ort zu Ort Reisen:
Hier gibt es nicht nur ruhige Ecken, es ist auch der Erlebnisfaktor gesichert. Der Volkspark Jungfernheide erstreckt sich zwischen dem Hohenzollernkanal, der Stadtautobahn, dem Heckerdamm und dem Jungfernheideweg (U-Bahnhof Halemweg, Linie 7). Läuft man einmal den äußersten Rundweg entlang hat man knapp fünf Kilometer zurückgelegt.
Das Strandbad Jungfernheide lockt im Sommer viele Familien an. Ein breiter sehr gepflegter Sandstrand, Schattenplätze, Beachvolleyball, ein flacher Zugang ins Wasser und eine kleine Wasserskibahn bieten jedem in der Familie Spaß und Erholung. Auf der gegenüber liegenden Seeseite gibt es eine große Wiese und einen tollen Spielplatz. Das Baden ist hier verboten.
Seit 2010 gibt es im Jungfernheidepark einen Hochseilgarten. Hier können nicht nur Erwachsene ihren Spaß in luftiger Höhe erleben. Es gibt auch einen extra Parcours für Kinder.
Neu und noch kaum beachtet ist ein soziales Projekt im Park. Auf einem kleinen Gelände wohnen Ziegen und Hasen, die man streicheln darf. Hier wird noch fleißig gearbeitet und nach und nach entstehen weitere Angebote.
Mehr über den Volkspark Jungfernheide erfahrt ihr in Susannes Blog: http://vonortzuort.reisen/deutschland/berlin/volkspark-jungfernheide-siemensstadt/

Treptower Park – Insellage
Direkt an der Spree am östlichen Rand des Stadtzentrums liegt im Stadtteil Treptow der Treptower Park. Er zählt neben Humboldthain und Viktoriapark zu den großen Berliner Parkanlagen aus dem 19. Jahrhundert. 1896 wurde für die Berliner Gewerbeausstellung die Archenhold-Sternwarte gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand das gigantische Sowjetische Ehrenmal im Südteil des Parks.
Beim Ehrenmal liegt ein Plansch-Tümpel lauschig zwischen alten Bäumen. Im nördlichen Teil dieses Parks in Berlin gibt es zwischen einigen kleinen Blumenbeeten viel Platz auf Liegewiesen mit oder ohne Baumschatten und das auch direkt an der Spree . Eine Kinderplansche ist leider nicht jeden Sommer in Betrieb. Am Zugang zur Insel der Jugend mit der ikonischen Bogenbrücke ballt sich das Geschehen. Ein großer Biergarten, und ein Bootsverleih buhlen hier um die Ausflugsgäste.
Treptower Park auf einen Blick
- Besonders schön: Die Insel der Jugend im Treptower Park ist ein Juwel für Familien. Sie bietet eine große Spielwiese umgeben von Wasser. Das Café-Restaurant hat eine große Terrasse. Sonntags gibt es Brunch und Jazz (Eintritt frei) und oft auch Puppentheater (kostenpflichtig) oder sogar Familiennachmittage mit Lagerfeuer und Stockbrot. Außerdem könnt ihr Kanus leihen.
- Gut zu wissen: Im Planschtümpel planschen auch Hunde.
- Anfahrt: S-Bahnhof Treptower Park (Ringbahn)
- In der Nähe: Im Osten schließen sich der Plänterwald und das verfallene Gelände des ehemaligen DDR-Vergnügungsparks Spreepark an, der gelegentlich besichtigt werden kann. Vom Treptower Hafen starten Ausflugsschiffe zum Müggelsee und nach Klein-Venedig.

Volkspark Wilmersdorf und Rudolph-Wilde-Park
Eine schmale grüne Kuhle zieht sich vom Rathaus Schöneberg Richtung Westen. Nie breiter als 150 Meter endet der als Gartendenkmal geschützte Grünstreifen erst nach 2,5 Kilometern am Fennsee in Charlottenburg. Mehrere Straßen und zwei U-Bahn-Linien unterbrechen diesen langgezogenen Park in Berlin.
Der Volkspark Wilmersdorf und der Rudolph-Wilde-Park sind von Osten nach Westen (zusammen)gewachsen. Der östlich gelegene Rudolph-Wilde-Park ist mehr als 100 Jahre alt und hat entsprechend alte Bäume, darunter auch einen großen Eichenhain. Der westlichste Teil des Parks entstand in den 1930er Jahren, wurde in den 1960ern aber grundlegend umgestaltet.
Volkspark Wilmersdorf und Rudolph-Wilde-Park versammeln Sportanlagen, Spielplätze, Denkmäler, Biergärten und Picknickwiesen. Am schönsten ist der östliche Teil mit dem Biergarten am Rathaus Schöneberg, einem hohen Springbrunnen mit einem Goldenen Hirsch auf einer Säule in der Mitte, der Terrasse auf dem U-Bahnhof mit Skulpturen und einer herrlichen Aussicht in den Park und dem schilfbewachsenen Teich am historischen U-Bahnhof. Im westlicher gelegenen Volkspark Wilmersdorf erfreut ein gut gepflegter Blumengarten die Spaziergänger und ein Wasserspielplatz die Kinder. Dann schließen sich Sportanlagen und der Fennsee an und man kann praktisch nur noch am Rand des Parks entlanglaufen.
Volkspark Wilmersdorf und Rudolph-Wilde-Park auf einen Blick
- Besonders schön: Sehr beliebt bei Familien ist der große, schattige Zauber-Spielplatz am historischen Rias-Rundfunkhaus in der Mitte des östlichen Parkteils mit vielen einfallsreichen Spielmöglichkeiten, einer großen Zaubererburg und Tischtennisplatten für die Älteren.
- Anfahrt: U-Bahnhof Rathaus Schöneberg (U4), U-Bahnhof Blissestraße (U7)
- Gut zu wissen: Mehrere Straßen und die U-Bahnlinien teilen den Park in vier Abschnitte.
- In der Nähe: Der Park bettet sich in die gutbürgerlichen (Altbau-)Viertel der Bezirke Schöneberg und Wilmersdorf. Das Rathaus Schöneberg und der Rundbau des Rias Rundfunkhauses liegen direkt nebenan.

Noch mehr schöne Parks in Berlin für Kinder und alle anderen
Hier findet ihr weitere Beiträge über Parks und Gärten in Berlin:
Und hier gibt es noch jede Menge weitere Tipps, wo ihr in Berlin Aktivitäten für draußen im Grünen unternehmen könnt.











Die Aussage, dass man auf der Liegewiese im Friedrichshain grillen darf ist falsch. Grillen darf na nur auf dem Trümmerberg.
Allein die Tatsache, dass widerrechtlich auf den Wiesen gegrillt wird, heiß nicht, dass es erlaubt ist!
Danke für den Hinweis, lieber Jens!
Die wunderschönen Parks sind einer der Gründe, die mir Berlin so sympathisch machen. Ich weiß noch, wie mich das überall erwachende Grün nach einem langen, hässlichen, kalten und dunklen Winter ganz überraschend mit Berlin versöhnt haben – ich hatte die Stadt bis dahin regelrecht zu hassen begonnen…
Jetzt komme ich immer gern wieder und kann stolz sagen, dass ich auch schon viele deiner Park-Tipps kenne. Wenn der Mann nicht so dagegen wäre, würde ich sogar darüber nachdenken, nach Berlin zu ziehen 😉
LG
Jenny
Ja, die vielen grünen Flecken machen Berlin echt liebenswert. Für mich sind sie die Oasen, die mich nach mehr als 30 Jahren hier immer noch immer wieder mit der Stadt versöhnen 😉
Liebe Grüße
Gela