Familien-Wochenende im Havelland mit Camping, Radtouren und Paddeln

Das Havelland ist eines der schönsten Ausflugs- und Reiseziele für aktive Familien und touristisch teilweise noch ein Geheimtipp. Westlich von Berlin erwarten euch bei einem Kurztrip etliche kinderfreundliche Attraktionen. Der Natur- und Sternenpark Westhavelland bietet Natur pur beim Radfahren, Paddeln und Camping unter sternenklarem Himmel.

Das lest ihr hier:

Camping im Havelland: Das perfekte lange Wochenende im Natur- und Sternenpark

Am schönsten kann man meiner Meinung nach beim Camping Havelland-Luft schnuppern. Das lohnt sich vor allem im Sternenpark Westhavelland. Denn jeder Abend vor dem Camper endet zurückgelehnt im Campingstuhl mit dem Blick in den klaren Sternenhimmel. Am Pfingstwochenende 2026 haben wir daher den Camper gepackt, die Fahrräder auf den Heckträger geschnallt und uns auf den Weg zu einem viertägigen Mikroabenteuer gemacht.

Unsere Route kombiniert einige Highlights der Region: Wir fahren den Havelradweg und den Havelland-Radweg, unternehmen eine familienfreundliche Kajaktour, wandern an wildromantischen Seeufern und besuchen absolute Kinder-Highlights wie den Optikpark Rathenow, den Marienhof Ribbeck und Karls Erdbeerhof in Elstal. Hier findet ihr alle Infos für euer perfektes Aktiv-Wochenende im Havelland als Familie zum Nachreisen.

Eine gerade Landstraße im Havelland, gesäumt von hohen grünen Bäumen, erstreckt sich in die Ferne; links liegen grüne Felder, rechts ein gepflügtes braunes Feld unter einem bewölkten Himmel.

Tag 1: Die Anreise durchs Havelland mit Stopp in Ribbeck und auf dem Marienhof

„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland – ein Birnbaum in seinem Garten stand …“ Oder war es Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland oder Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland? Egal. Zumindest den Anfang des berühmten Gedichts von Theodor Fontane kennt fast jedes Kind in Deutschland. Wir machen uns auf die Suche nach dem Birnbaum von Ribbeck. Das historische märkische Dorf ist der ideale Auftakt für ein langes Familienwochenende im Havelland.

Auf den Spuren Fontanes: Der berühmte Birnbaum in Ribbeck

Wir parken das Wohnmobil auf dem Wohnmobilparkplatz von Ribbeck, auf dem man auch übernachten könnte, und schlendern durch den Kirchgarten zur alten Dorfkirche. Den Birnbaum aus dem Gedicht finden wir neben dem Eingang zur Kirche – nicht das Original, aber eine Nachpflanzung. Von gegenüber leuchtet das Schloss Ribbeck in sanftem Gelb über die Wiese. Wir sparen uns den Eintritt in die (Fontane-)Ausstellung (6 €) und investieren das Geld lieber in Birnenkuchen. Den gibt es in jedem der Cafés und Restaurants, die in die alten Gebäude des Gutshofs von Ribbeck eingezogen sind. Wir wählen das Café im alten Schulhaus. Dort gibt es auch ein historisches Klassenzimmer zu bestaunen. Die Birne Helene-Torte lassen wir uns unter schattigen Kastanien und Linden am Kirchplatz schmecken.

Im Herzen von Havelland steht eine orange-pfirsichfarbene Kirche mit einem hohen Kirchturm neben einem üppig grünen Baum. In der Nähe des Eingangs steht eine Bank, während sich über ihr graue Wolken zusammenziehen und der Szene eine ruhige Atmosphäre verleihen.
Ein Stück Schichtkuchen mit Schokolade und Puderzucker sowie eine Tasse Cappuccino stehen auf einem Tisch mit grün kariertem Tischtuch im Freien in Havelland, mit Blick auf einen Park mit Bäumen und Holzbänken.

Familienidylle pur: Tiere und Toben auf dem Marienhof

Von Ribbeck lohnt sich mit kleineren Kindern ein Abstecher zum Kinderbauernhof Marienhof. Dort empfangen uns Ponys, Enten, Gänse und Ziegen in ihren Gehegen. Dazwischen gibt es Spielplätze, einen Barfußpfad und einen Kiosk. Wer will, kann hier auch im Schäferwagen übernachten.

In einem eingezäunten Tiergehege auf dem Kinderbauernhof Marienhof bei Ribbeck im Havelland schwimmen Enten in einem Teich, ein Hahn und mehrere Enten halten sich an Land auf, und ein weißer Pfau breitet seine Schwanzfedern in der Nähe eines Holzunterstands aus.
Auf einem Sandspielplatz bei Ribbeck im Havelland stehen eine Eselsskulptur aus Holz, eine Wippe, eine Rutsche und ein Piratenschiff. Im Hintergrund sind Bäume und Picknicktische unter einem bewölkten Himmel zu sehen.

Unser Basecamp am Steckelsdorfer See

Am späten Nachmittag steuern wir unser Zuhause für die nächsten drei Nächte an: den Campingplatz Rathenow am Steckelsdorfer See. Der Empfang ist herzlich, die Parzelle für unseren Camper angenehm groß und sonnig, wie wir es wollten. Es gibt aber auch Schattenplätze und Hütten für alle, die ohne Zelt und Wohnmobil Camping im Havelland erleben möchten.

Der 4-Sterne-Campingplatz hat einen direkten Seezugang mit Badestrand und Liegewiese, Spielplatz, Tischtennisplatte, Beachvolleyballfeld und ein Bistro mit Seeblick, das abends Pizza serviert. Dort bekommen wir morgens unsere vorbestellten Brötchen – oder ein Frühstück.

Eine Person sitzt in der offenen Seitentür eines weißen Wohnmobils mit Aufstelldach, das auf einer Wiese auf einem Campingplatz im malerischen Havelland geparkt ist, mit Bäumen und blauem Himmel im Hintergrund. Vor dem Wohnmobil liegt eine grün gemusterte Matte.

Abendspaziergang am See durchs Naturschutzgebiet

Den lauen ersten Abend nutzen wir für eine entspannte kurze Wanderung um den Steckelsdorfer See. Der Rundweg von gut fünf Kilometern Länge führt zunächst durch den Ort Steckelsdorf, biegt nach einem kurzen Stück auf dem Havelradweg an einer Riesenbank in den schattigen Auwald hinein ans Seeufer.

Am Ende des Sees wird die Natur magisch: Wir überqueren ein ausgedehntes Moorgebiet auf einem Holzsteg. Zwischen Mini-Inseln mit Farnen, Gras und Erlen glitzert das Wasser im Abendlicht. Wir können uns kaum sattsehen, doch irgendwann entdecken uns die Mücken. Also eilen wir schnell wieder zum See und erreichen damit auch direkt den Campingplatz.

Ein üppiges, grünes Feuchtgebiet im Havelland mit hohen Bäumen und Schilf umgibt einen ruhigen, mit Algen bedeckten Teich unter einem strahlend blauen Himmel. Das Sonnenlicht dringt durch das dichte Laubwerk.
Eine bewaldete Feuchtgebietslandschaft im Havelland mit hohen, schlanken Bäumen, die sich im stillen, dunklen Wasser spiegeln. Sonnenlicht dringt durch das Laub und taucht die Stämme und die üppig grüne Vegetation am Ufer in einen warmen Schein.
Ein ruhiger See im Havelland, umgeben von üppig grünen Bäumen, während die Sonne links hinter einem Baum untergeht und unter klarem Himmel Spiegelungen auf dem stillen Wasser hinterlässt.

Sternennacht im Sternenpark Westhavelland

Am Camper vertreiben wir die Mücken mit Citronella-Kerzen und bleiben draußen, bis es dunkel ist. Wir nicht die einzigen, die Sterne schauen wollen, denn wir sind hier westlich von Rathenow mitten im Sternenpark Westhavelland. Die Nacht ist klar, und auch wenn wir weder den Sternschnuppenregen der Perseiden noch irgendein anderes großartiges Himmelsereignis erleben, genießen wir es, die vielen Sterne zu betrachten Sogar einen Teil der Milchstraße können wir sehen.

Ein weißer Wohnmobil steht unter dem klaren, sternenklaren Nachthimmel des Havellands, im Hintergrund sind Bäume und Campingausrüstung zu sehen. Das Fahrzeug wird von vorne links betrachtet.

Tag 2 im Havelland: Radtour auf dem Havelradweg, Naturparkzentrum Westhavelland und Kanu fahren

Nach der ersten ruhigen Nacht im Camper starten wir voller Neugier in unseren ersten kompletten Urlaubstag. Der Plan: Radfahren auf dem Havelradweg nach Milow, dort Paddeln und das Naturparkzentrum besuchen.

Familien-Radeln auf dem Havelradweg

Vom Campingplatz fahren wir direkt auf dem Havelradweg nach Rathenow und von dort weiter nach Milow. Der Radweg ist gut beschildert, aber leider nicht besonders gut ausgebaut. Anfangs führen Abschnitte über Wiesenwege, Plattenwege und in Dörfern über Kopfsteinpflaster, bevor im zweiten Teil ein gut ausgebauter Weg folgt, der meist idyllisch an der Havel entlang läuft.

Das Schöne ist aber, dass die komplette Strecke abseits des Autoverkehrs durch die idyllische Flusslandschaft verläuft. Da es im Havelland komplett flach ist, kommen auch Kinder gut voran. Und obwohl der Havelradweg als einer der bekanntesten Radwege in Brandenburg gilt, ist am Pfingstsamstag angenehm wenig los.

Eine Person mit Helm fährt auf einem Radweg am Flussufer in Havelland Fahrrad, umgeben von hohen grünen Bäumen und Gras unter einem strahlend blauen Himmel mit einigen wenigen Wolken.
Eine Person mit einem weißen Helm und einem orangefarbenen T-Shirt steht mit einem Fahrrad auf dem sonnigen Havel-Radweg an der Havel, neben grünen Feldern und Bäumen unter einem strahlend blauen Himmel.

Kajaktour bei Milow: Mikroabenteuer für Wasserratten

In Milow tauschen wir den Fahrradsattel gegen ein Kajak. Zum Kanu fahren im Havelland haben uns Freunde und der Erlebnisbericht über das Westhavelland beim Reiseblog Family4Travel.de angestiftet. In Milow ist eine der seltenen Gelegenheiten dazu, wenn man nicht mit seinem eigenen Boot anreist. Sonst ist das auch noch am Gülper See möglich.

An der Kanustation "Das Havel Kanu" leihen wir uns ein einfaches Kajak und paddeln die Stremme hinauf. Sie hat kaum Strömung und keinen Bootsverkehr und ist damit auch perfekt für Familien mit Kindern, die zum ersten Mal paddeln gehen.

Wir paddeln zwischen Seerosen und Schilf hindurch, beobachten Libellen und Wasservögel, wundern und über tropfende Weiden bei blankem Sonnenschein (mehr darüber in diesem Insta-Reel) und genießen einfach die Stille und das intensive Naturerlebnis auf dem Wasser. Außer dem fröhlichen Gesang der Schilfsrohrsänger ist nichts zu hören. Der Höhepunkt der zweistündigen, idyllischen Kanutour: Zum ersten Mal sehen wir einen Biber in freier Wildbahn – und das aus nächster Nähe. Vor dem Fotoapparat hat er aber Reißaus genommen.

Blick aus einem Kajak auf einen ruhigen, schmalen Fluss im Havelland, umgeben von üppig grünen Bäumen und herabhängenden Ästen unter einem teilweise bewölkten Himmel. Im Vordergrund ist der Bug des Kajaks zu sehen.
Ein grünes Kajak auf einem ruhigen Fluss im Havelland, das sich einem Uferbereich mit Holzkonstruktionen, Bäumen, Booten und großen roten Bojen unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel nähert.

Naturparkzentrum Milow: Natur zum Ausprobieren

Wieder an Land machen wir uns im Naturparkzentrum Westhavelland Milow schlau über die Region. Die moderne, interaktive Ausstellung in dem NABU-Besucherzentrum ist genial für Familien. Kinder können unter anderem per Knopfdruck an einem Modell Hoch- und Niedrigwasser im Havelland simulieren, Vogelstimmen erraten, im Sternenzelt Sternbilder und unter dem Mikroskop winzige Wassertiere kennenlernen.

Und wo wir schon Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland besucht haben, lernen wir im Naturparkzentrum Milow auch noch Bolle kennen – genau den Bolle, von dem ein Gedicht erzählt: „Bolle reiste jüngst an Pfingsten …“ Alteingesessene Berliner kennen vielleicht noch die Bolle-Supermärkte, die aus dem Milchhandel des geschäftstüchtigen Havelländer Kaufmanns hervorgegangen sind.

Ein Naturausstellungsraum im familienfreundlichen Naturparkzentrum im Westhavelland mit Tiermodellen, Informationstafeln über die Tierwelt am Fluss, einem Computer auf einem runden Tisch sowie Vogel- und Insektenausstellungen; Sonnenlicht fällt durch ein Fenster auf Holzböden und Backsteinwände.

Fahrradtour-Rückweg über Premnitz nach Rathenow

Um zurück nicht den gleichen Weg zu fahren, radeln wir durch Premnitz. Die Strecke nach Rathenow führt immer an der Straße entlang, die zum Glück nicht stark befahren ist. Der Radweg ist neu ausgebaut und so sind wir schnell in Rathenow, wo wir endlich etwas zu essen bekommen.

Auf der Terrasse im Restaurant "Zum Alten Hafen" an der Havel werden wir freundlich und schnell bedient mit sehr interessanter Unterstützung durch einen Servier-Roboter. Nach Spargel und Schnitzel garniert mit essbaren Blüten radeln sich die drei Kilometer zum Campingplatz fast von selbst.

Die Sonne geht über einem ruhigen, von Bäumen gesäumten Fluss im Havelland unter, taucht die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht und lässt den Himmel und das Laubwerk im stillen Wasser spiegeln. Dichte, grüne Bäume säumen beide Ufer dieser friedlichen Szenerie.

Tag 3: Fahrradtour zum See auf dem Havelland-Radweg und Stadtbesichtigung in Rathenow

Es ist Badewetter angesagt, doch der Steckelsdorfer See ist uns zu trüb. Daher packen wir die Badesachen und machen uns auf zum Hohennauener und Ferchesarer See, der als schönster See im Havelland gilt.

Fahrradtour zum Hohennauener See und auf dem Havelland-Radweg nach Rathenow

Bis Rathenow kennen wir den Havel-Radweg schon. Hier steigen wir aufs Knotenpunkte-Radeln um. Zur Erklärung: In vielen Regionen Brandenburgs ist das Radwegenetz mit durchnummerierten Knotenpunkten erschlossen. Dort zeigen Schilder an, in welche Richtungen es weitergeht und wie weit es zum nächsten Knotenpunkt ist. Wir kennen das schon aus der Westprignitz an der Elbe und finden es sehr praktisch.

Wir folgen der Beschilderung zum Knotenpunkt Semlin am Ufer des Hohennauener Sees. An der Badestelle mit Sandstrand, Liegewiese und Kinderspielplatz genießen wir unser Picknick auf einer Bank. Das Baden lassen wir bleiben. Denn der Hohennauener See ist zu unserer Enttäuschung kaum weniger trüb als das Angelgewässer Steckelsdorfer See. Die anderen Badegäste stört das nicht.

Danach folgen wir dem Fußweg rechts am Seeufer entlang. Wo er auf eine kleine Siedlung am Rand eines Kieferwaldes trifft, biegen wir rechts ab und fahren auf einer gut befestigten Sandpiste immer geradeaus, auch über eine kleine Straße, bis wir auf einen geteerten Fahrradweg treffen. Einen Knotenpunkt gibt es hier zwar nicht. Doch wir haben den perfekt ausgebauten Havelland-Radweg erreicht. Er bringt uns schnurstracks nach Rathenow zurück.

In Semlin im Westhavelland steht ein schwarzes Fahrrad an einem Wegweiser mit grünen Richtungsschildern. Im Hintergrund sind unter blauem Himmel Häuser, Bäume, ein geparktes Auto und eine Fachwerkkirche mit Uhrturm zu sehen.
Neben einer Holzbank auf einer Rasenfläche in der Nähe des Hohennauener-Ferchesarer Sees im Westhavelland steht ein schwarzes Fahrrad; am Ufer wächst Schilf, und im Hintergrund erstreckt sich eine bewaldete Landschaft unter einem Himmel mit Schäfchenwolken.

Rathenow mit Kindern per Fahrrad: Städtetour zwischen Optik-Museum, Bismarckturm und Weinbergbrücke

Aus der Durchquerung von Rathenow machen wir eine kleine Sightseeing-Tour in der 25.000-Einwohner-Stadt. Gut gefallen uns das historische Verwaltungsgebäude des Landkreises Havelland am Platz der Freiheit und der Kulturhausplatz, der mit seinem Flächenspringbrunnen kleinen Kindern willkommene Erfrischung bietet. Das stattliche klassizistische Gebäude am Kopfende des Platzes beherbergt das Kulturhaus, aber auch das Optik-Industrie-Museum Rathenow.

Durch den BUGA-Park erreichen wir die nächste Grünanlage mit dem aussichtsreichen Bismarckturm. Der massige historische Ziegel-Rundturm bietet nach 99 Stufen einen weiten Blick über das Havelland und die grüne Stadt Rathenow (Eintritt: 3 €).

Wieder bergab und nach links erwartet uns ein preisgekröntes modernes Bauwerk, das Rathenow der Bundesgartenschau 2015 verdankt. Die spektakuläre Weinbergbrücke schlängelt sich auf einer Länge von 348 Metern über drei Wasserarme bis zum Optikpark Rathenow – einem Must-See für Familien im Havelland.

Ein großes, silbernes Teleskop im Industriestil ist im Freien in Rathenow im Havelland auf einer Metallplattform montiert und in Richtung Himmel ausgerichtet, im Hintergrund sind Grünflächen und ein blauer Himmel zu sehen. Ein Metallzaun umgibt das Gelände.
Der Bismarckturm, ein historischer Wasserturm aus rotem Backstein mit Bogenfenstern und einem steilen, gedeckten Dach steht auf einem grasbewachsenen Hügel in Rathenow im Havelland unter blauem Himmel, umgeben von üppigem Grün und einer Stützmauer aus Stein.
In Rathenow im Havelland spielen Kinder in einem ebenerdigen Springbrunnen vor dem Optikmuseum, einem großen, orange-weißen Gebäude im neoklassizistischen Stil mit rotem Dach, während Erwachsene in der Nähe auf Bänken unter dem blauen Himmel sitzen.
Eine moderne Fußgängerbrücke mit einem geschwungenen Bogen überspannt die Havel in Rathenow. Darunter liegen Boote vor Anker. Auf der Brücke steht ein Fahrrad, und im Hintergrund ragen unter einem strahlend blauen Himmel Bäume und ein Kirchturm empor.

Optikpark Rathenow: Familienhighlight im Havelland

Der Optikpark Rathenow ist das absolute Highlight für Familien im Westhavelland. Schon von außen sehen wir ein riesiges Teleskop. Das sogenannte Brachymedialfernrohr gilt als Wahrzeichen der optischen Industrie von Rathenow. Es wurde hier im 19. Jahrhundert erfunden.

An unzähligen Spiel- und Experimentierstationen begeistert und verblüfft der Optikpark Rathenow mit optischen Tricks und Täuschungen. Ein Weg durch hübsche Blumenbeete informiert über Bienen, ein anderer führt auf einen Seerosenteich und erzählt dort die Geschichte der Berliner Weltzeituhr und ihrer Herstellung in Rathenow.

Ein großer und mehrere kleinere Spielplätze sorgen dafür, dass Familien hier mindestens einen halben Tag verbringen können, darunter auch ein neuer Wasserspielplatz.

Wer rechtzeitig da ist, kann im Optikpark auch noch eine 20-minütige Floßfahrt auf einem Havel-Altarm unternehmen, die im Eintrittspreis enthalten ist.

An einem sonnigen Tag sitzt eine Frau mit Sonnenbrille und einem marineblauen Shirt auf einem großen Baumstamm in Krokodil-Form im grasbewachsenen, von Bäumen gesäumten Optikpark Rathenow im Havelland. Ein schwarzer Rucksack liegt daneben auf dem Boden.
Auf einem Spielplatz in Havelland gibt es bunte Frühlingsschaukeln in Form von Früchten, eine große aufblasbare Kuppel, üppig grüne Bäume, Rasenflächen und Bänke. Über den Köpfen hängen bunte Sonnenschirme, während im Hintergrund Menschen sitzen und spielen.

Tag 4: Storchen-Radtour auf dem Havelradweg, Rückfahrt und Finale bei Karls Erdbeerhof

Bevor wir am Nachmittag des letzten Tages aus dem Havelland nach Berlin zurückkehren, reicht die Zeit noch für eine kurze Radtour auf dem Havelradweg. Der letzte Stopp bei Karls Erlebnishof in Elstal, stimmt uns wieder auf den Großstadt-Trubel ein.

Fahrradtour auf dem Havelradweg ins Storchendorf Grütz

Von Steckelsdorf folgen wir diesmal dem Havelradweg nach Norden. Der Radweg durchs Havelland verläuft zunächst schattig, geteert und idyllisch durch Wald und Felder, dann durch das Dorf Göttlin und nun weiter an der Havel entlang. Ab und zu schieben sich Felder und Wiesen zwischen den Radweg und den Fluss. Kühe grasen auf einer Weide, vom Waldrand duftet es nach Kiefern und ein Storch jagt Frösche in den Feuchtwiesen. Sein Nest hat er im Dorf Grütz auf dem großen Dorfplatz neben der Kirche gebaut.

Eine Badestelle in der Havel gibt es in Grütz auch. Den Rückweg könnt ihr auf der gleichen Route machen, wenn ihr mit kleinen Kindern autofrei im Havelland radfahren wollt. Wir wählen die Ortsverbindungsstraße bis Göttlin, die am Wochenende nicht stark befahren ist, und biegen dort kurz vor Ortsende an einem Gewerbehof rechts in einen Feldweg. Der verläuft an einem Kanal entlang zurück bis zum Ortseingang von Steckelsdorf.

Zum Abschluss wollten wir uns im dortigen Eiscafé Schwarz, dem ein sehr guter Ruf vorauseilt, ein Eis gönnen. Doch leider war am Pfingstmontag geschlossen.

Ein schwarzes Fahrrad mit einem Korb hinten steht auf einem Feldweg in Havelland. Im Hintergrund ragen unter dem strahlend blauen Himmel ein grüner Turm mit einem Storchennest und eine Kirche aus rotem Backstein empor.
Ein schwarzes Fahrrad mit einem Korb steht auf sandigem Boden in der Nähe eines ruhigen Flusses im Westhavelland, umgeben von grünen Bäumen unter einem strahlend blauen Himmel.

Kinder-Magnet Karls Erlebnis-Dorf in Elstal

Ein anderer süßer Zwischenstopp liegt aber direkt am Rückweg nach Berlin. Nachdem wir das Havelland fast komplett von West nach Ost durchquert haben, lockt uns kurz vor der Berliner Stadtgrenze Karls Erlebnis-Dorf in Elstal. Ganz in der Nähe ist übrigens ein weiteres Naturhighlight des Havellands: Die Döberitzer Heide lohnt vor allem im Spätsommer zur Heideblüte in Brandenburg einen Besuch.

Karls Erlebnishof kennen wir von der Ostsee. Die Attraktionen, wie etwa Kartoffelrutsche und Traktorbahn, sind eher für kleinere Kinder. Aber der Shop macht auch Teenagern Spaß, und die Erdbeeren sind unserer Meinung nach die besten weit und breit. Wir lassen uns Erdbeerkuchen und Schokoladen-Erdbeeren schmecken und nehmen Erdbeeren mit. Nicht alle überleben die Fahrt vom westlichen Berliner Stadtrand bis nach Hause. Ein Wochenende voller Naturgenuss geht genussvoll zu Ende.

Ein dekorativ gestalteter Innenbereich in Karls Erleebnishof Elstal im Havelland besticht durch eine mit Kaffeekannen behangene Decke, ein großes Wandbild mit Erdbeeren und ein farbenfrohes Banner, das für ein Wasserfest wirbt. Unten sind auf beiden Seiten WC-Schilder zu sehen.
Auf einem Holztisch steht neben einer Tasse Kaffee ein Teller mit Erdbeerkuchen und einer mit Schokolade überzogenen Erdbeere. Im Hintergrund sind unter roten Sonnenschirmen die Sitzgelegenheiten im Freien in Karls Erdbeerhof im Havelland und ein Gebäude mit einem Erdbeergesicht im Cartoon-Stil zu sehen.

Alle Infos auf einen Blick

Unser Hauptquartier beim Camping im Westhavelland

  • Ort: Campingplatz Rathenow am Steckelsdorfer See
  • Adresse: Hauptstraße 72, 14712 Rathenow (OT Steckelsdorf)
  • Beschreibung: Sehr familienfreundlicher 4-Sterne-Platz mit direktem Seezugang, Spielplatz und Bistro, direkt an den wichtigsten Radwegen im Havelland
  • Weitere Infos: campingplatz-rathenow.de

Weitere Möglichkeiten zum Camping im Westhavelland

Campingplätze am See gibt es auch in Hohennauen und Ferchesar. Einen ganz einfachen Platz ohne Infrastruktur finden autarke Wohnmobile am Gülper See. Weitere kleinere Stellplätze liegen etwas abseits der Highlights und Radwege im Westhavelland.

Kanu-Abenteuer in Milow

  • Ort: Kanuverleih Das Havel Kanu (am Biwakplatz Milow)
  • Adresse: Zum Sportplatz 1, 14715 Milower Land (OT Milow)
  • Beschreibung: Bietet sichere 3er- und 4er-Canadier sowie Kajaks am Abzweig der Stremme.
  • Weitere Infos: das-havel-kanu.de

Natur-Bildung für Kids

  • Ort: Naturparkzentrum Westhavelland Milow (NABU Besucherzentrum)
  • Adresse: Stremmestraße 10, 14715 Milower Land (OT Milow)
  • Öffnungszeiten: Von April bis Oktober täglich außer mittwochs 10 bis 17 Uhr
  • Beschreibung: Tolle interaktive Ausstellung über die Flusslandschaft und den berühmten Sternenpark. Sehr günstiger Eintritt für Familien.
  • Weitere Infos: nabu-westhavelland.de

Grünes Rathenow mit Kindern

  • Ort: Optikpark Rathenow
  • Adresse: Schwedendamm 1, 14712 Rathenow.
  • Öffnungszeiten: April bis Mitte Oktober von 9 bis 21 Uhr, Einlass bis 18 Uhr. Die letzte Floßfahrt startet um 16.30 Uhr.
  • Preise: Erwachsene 6 €, Kinder von 4 bis 17 Jahre 2 €, Familien mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern 12 €.
  • Beschreibung: Schöne Parkanlage mit vielen Spiel-, Experimentier- und Infostationen Gelegentlich Open-Air-Konzerte und in den Sommerferien wöchentlich wechselndes offenes Workshop-Programm.
  • Weitere Infos: optikpark-rathenow.de

Bauernhof-Erlebnis bei der Hinreise

  • Ort: Kinderbauernhof Marienhof
  • Adresse: Marienhof 1, 14641 Nauen-Ribbeck
  • Beschreibung: Bauernhof-Idylle mit vielen Spielmöglichkeiten und Café-Restaurant ganz in der Nähe des historischen Ortes Ribbeck.
  • Weitere Infos: marienhof-ribbeck.de

Süßer Zwischenstopp bei der Rückreise

  • Ort: Karls Erlebnis-Dorf Elstal
  • Öffnungszeiten: täglich 8 bis 19 Uhr
  • Adresse: Zur Döberitzer Heide 1, 14641 Wustermark (OT Elstal)
  • Beschreibung: Liegt direkt an der B5 auf dem Rückweg Richtung Berlin. Der Eintritt ist kostenlos, einzelne Attraktionen kosten extra.
  • Weitere Infos: karls.de

GPS-Daten für die Fahrradtouren im Havelland

Falls ihr unsere Radtouren im Westhavelland nachfahren wollt, könnt ihr euch mit der App Komoot routen lassen. Dort habe ich die Fahrradtouren aufgezeichnet:

Radtour 1: Havel-Radweg zwischen Steckelsdorf, Rathenow und Milow (inklusive Paddelstrecke) – bei Komoot ansehen

Radtour 2: Knotenpunkt-Radeln zum Hohennauener See und Havellandradweg – bei Komoot ansehen

Radtour 3: Auf dem Havelradweg zum Storchendorf Grütz - bei Komoot ansehen

Ein Wegweiser aus Metall mit Radwegnummern und Zielorten weist in Richtung Rathenow, Böhne, Wust, Milow und Brandenburg im Havelland. Im Hintergrund sind an einem sonnigen Tag ein Baum, Häuser und ein Weg zu sehen.

Eure Fragen zum Havelland mit Kindern

Wo liegt das Havelland?

Das Havelland liegt im Westen Brandenburgs zwischen Berlin und der Elbe. Bekannte Orte sind Rathenow, Nauen, Brandenburg an der Havel, Werder (Havel), Kloster Lehnin und Ribbeck im Havelland.

Lohnt sich Camping im Havelland mit Kindern?

Camping im Havelland eignet sich perfekt für Familien. Viele Campingplätze liegen direkt an Seen oder an der Havel und bieten Spielplätze und Badestrände, manche auch direkten Zugang zu Radwegen.

Welche Radwege gibt es im Havelland?

Zu den beliebtesten Radwegen im Havelland gehören der Havelradweg und der Havelland-Radweg. Beide führen durch die flache Landschaft des Naturparks Westhavelland und eignen sich hervorragend für Familien mit Kindern. Hinzu kommen die große Tour Brandenburg, die streckenweise identisch mit dem Havelland-Radweg verläuft, und das Knotenpunkte-Fahrradnetz.

Was ist der Sternenpark Westhavelland?

Der Sternenpark Westhavelland ist Deutschlands erster offiziell anerkannter Sternenpark. Wegen der sehr geringen Lichtverschmutzung lassen sich hier besonders viele Sterne und manchmal sogar die Milchstraße beobachten.

Was kann man in Ribbeck im Havelland mit Kindern machen?

Familien können den berühmten Birnbaum aus Fontanes Gedicht besuchen, durch den historischen Ortskern spazieren, Birnenkuchen essen und den Kinderbauernhof Marienhof erkunden.

Was sollte man im Westhavelland nicht verpassen?

Zu den Highlights zählen der Sternenpark Westhavelland, Fahrradtouren auf dem Havelland-Radweg und Havelradweg, Paddeltouren auf der Havel und ihren Nebenarmen und der Optikpark Rathenow.

Welcher See ist besonders schön im Havelland?

Der Hohennauener-Ferchesarer See gilt als einer der schönsten Seen im Havelland. Der Steckelsdorfer See und der Gülper See sind ein beliebte Ziele für Naturbeobachtungen und für Vogelbeobachtung.

An einem sandigen Strand am Seeufer im Havelland sind im Vordergrund eine Wasserspielanlage aus Holz, ein Wegweiser, eine Rasenfläche und ein kleines Segelboot zu sehen, das unter einem teilweise bewölkten Himmel über das Wasser gleitet.

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Ich heiße Angela und bin, so oft es geht, unterwegs mit Kind. Außer Reisebloggerin bin ich alleinerziehende Jungs-Mama, Journalistin, Fotografin, Wahlberlinerin, Radfahrerin, Roadtripperin und Wandervogel. Ich liebe Aktivitäten draußen, Reisen und die Natur in ihrer ganzen Vielfalt. Mehr über mich erfahrt ihr hier.

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