Alternative Berliner Weihnachtsmärkte (nicht nur) für Familien

Alternative Berliner Weihnachtsmärkte - Engel im Christmas Garden Berlin

Hat einer mal die Weihnachtsmärkte in Berlin gezählt? Neben den großen, bekannten hat fast jeder Kiez hat mindestens einen. Sie sind kunterbunt, groß und laut, oder klein, gemütlich und beschaulich. Auf jeden Fall bietet Berlin auch in Sachen Weihnachtsmarkt für jeden Geschmack etwas. Drei alternative Berliner Weihnachtsmärkte (nicht nur) für Familien stelle ich euch hier vor.

Dies ist ein Geständnis: Ich mag keine Weihnachtsmärkte. Wenigstens nicht die Klassischen. Nicht erst seit dem Unglück auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz sind mir Weihnachtsmärkte suspekt. Menschenmassen im Konsumrausch zwischen Glühweinduft und „Oh du Fröhliche“ sind einfach nicht nach meinem Geschmack und wecken bei mir auch keine vorweihnachtliche Stimmung.

Und dennoch mag ich den Advent und die Vorweihnachtszeit sehr. Doch dafür wünsche ich mir Frieden und Ruhe, schöne Lichter und Schnee und vielleicht ein paar ausgewählte schöne oder ungewöhnliche und am liebsten handgemachte Dinge.

Dem Junior zuliebe habe ich in den letzten Jahren sowohl den edlen Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt besucht als auch den Weihnachtsmarkt mit durch die Luft sausendem Weihnachtsmann am Alexanderplatz und den Weihnachts-Rummel am Alexa. Auf alle diese Märkte kann ich gut und gern verzichten. Auch der nur an einem Wochenende stattfindende Weihnachtsmarkt in Rixdorf ist inzwischen so überlaufen, dass er mir gar kein keinen Spaß macht.

Alternative Berliner Weihnachtsmärkte in drei verschiedenen Bezirken

Doch Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht auch die etwas anderen Weihnachtsmärkte gäbe. Die habe ich erst im vergangenen Jahr kennengelernt. Die Blogparade über die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland von Silver Travellers ist ein willkommener Anlass um euch drei völlig verschiedene alternative Berliner Weihnachtsmärkte in ganz unterschiedlichen Ecken Berlins vorzustellen.

Alternative Berliner Weihnachtsmärkte - Engel im Klunkerkranich

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in Berlin-Friedrichshain

Gauklerschule, Stockbrot am Lagerfeuer, Armbrustschießen – der Junior und sein Freund hatten auf dem historischen Weihnachtsmarkt auf dem RAW Gelände in Berlin-Friedrichshain jede Menge Spaß. Das Ponyreiten haben sie dabei den Mädchen überlassen und das handbetriebene Holzkarussell den kleineren Kindern. Wir Mütter sind durch den Matsch gestapft und immer wieder an Ständen von Töpfern, Schmieden und Holzschnitzern stehen geblieben.

stehen geblieben. (Wenn es weiter so trocken bleibt, dann wird der Markt dieses Jahr eher eine staubige Angelegenheit.) Es gibt viel zu gucken, (Kunst-)Handwerk zu kaufen, keine nervige Musik und als Alternative zum Glühwein auch Met. Schön fand ich vor allem die Lagerfeuer.

Adresse: RAW-Gelände, Revaler Str. 99, 10245 Berlin

Öffnungszeiten: ab 22.11. montags bis freitags ab 15 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr.

Eintritt: Montags bis mittwochs frei, Donnerstags bis Sonntags 2 Euro, ermäßigt 1 Euro, Kinder bis 5 Jahre frei.

Mehr Infos: http://www.carnica-spectaculi.de/carnica-2018/programm-infos-2018/#a01

Alternative Berliner Weihnachtsmärkte - RAW Gelände Mittelaltermarkt

Hipster Weihnachtsmarkt in Berlin-Neukölln

Auf dem Parkhausdach der Neukölln-Arcaden pfeift mir der Dezemberwind zwar ganz schön kühl um die Ohren. Doch die vielen kleinen Lichtlein im Rooftop-Club Klunkerkranich wärmen mir das Herz. Schon vor dem Kassenhäuschen ist eine Bretterbude beleuchtet, in der Wollprodukte verkauft werden. Auch Glühwein und Lumumba, Waffeln, Crepes und deftige Gerichte kann man im vorderen Dachgartenbereich kaufen. Doch einen Euro Eintritt kann ich versschmerzen, auch für den Fall, dass der Rest des Marktes eine Enttäuschung werden sollte.

Die Markstände bieten statt Weihnachtskitsch und Plastikkram Kunsthandwerk und Naturprodukte, einfach schöne Dinge eben. Ich komme bequem überall heran und durch. Dazu läuft auch kein Weihnachtsgedudel, sondern ganz wunderbar zurückhaltende House-Musik. Alles in allem eine super entspannte Atmosphäre mit einem Hauch von Weihnachtsmarkt.

Zum Aufwärmen gibt es zwei größere Bretterbuden, die eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Da drinnen ist es dann schon etwas voll. Für die Kinder ist aber ein extra Bereich abgegrenzt, in dem sie auf dem Boden basteln können. Draußen gibt es zusätzlich einen Sandkasten. Darin stehen – nein, keine Kraniche, sondern Flamingos aus Pappmaschee.

Adresse: Klunkerkranich – der Kulturdachgarten. 6. Parkdeck der Neukölln Arcaden, Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin

Mehr Infos: http://klunkerkranich.org

Alternative Berliner Weihnachtsmärkte - Klunkerkranich

Leuchtender Weihnachtsmarkt in Berlin-Dahlem

Was fürs Auge ist der Christmas Garden im Botanischen Garten Berlin. Obwohl das weihnachtliche Lichterspektakel seit zwei Jahren wirklich viele Besucher anlockt, fanden wir es bei unserem Besuch entspannt und nicht übervoll. Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg mit Lichtinstallationen im Botanischen Garten verteilen sich die Menschen recht angenehm. Aber auch die Eisfläche mit Schlittschuhverleih war nicht übervoll.

Das Konzept ist offensichtlich so erfolgreich, dass die Veranstalter es nun auch in Dresden und Stuttgart anbieten. Das Weihnachtslichterfest finanziert sich nicht mit Verkaufsständen, sondern über den Eintrittspreis. Glühwein und Essen gibt es an verschiedenen Stationen am Weg und an der Eisbahn. Mehr Bilder und Infos über unsere Erfahrungen im Christmas Garden Berlin 2017: Fröhliche, leuchtende Weihnachten

Adresse: Christmas Garden im Botanischen Garten Berlin, Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin

Öffnungszeiten: Ab 15.11. täglich von 16.30 bis 22 Uhr

Eintritt: gestaffelt nach Uhrzeit und Wochentagen für Erwachsene 15 bis 19 Euro, für Kinder 12,50 bis 16,50 Euro, Familientickets 47 bis 53 Euro.

Weitere Infos: https://christmas-garden.de

Alternative Weihnachtsmärkte in Berlin für Familien

Kennt ihr weitere alternative Berliner Weihnachtsmärkte? Dann freue ich mich über eure Tipps. Hinterlasst mir einen Kommentar!

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag kann Werbung enthalten.

Transparenzhinweis: Der Christmas Garden hat uns im vergangenen Jahr zum Zweck der Berichterstattung kostenlos eingelassen.

 

7 Kommentare

  1. Wenn Berlin nicht so weit weg wäre! 🙂

    Ich mag das „Gedudel“ übrigens auch nicht, kann mich allerdings von den Süßigkeiten immer begeistern lassen.

    Liebe Grüße
    Isabel

  2. Ah, danke für Deinen Beitrag – diese Märkte kannte ich noch gar nicht. Aber ich gestehe, ich mag die klassischen Weihnachtsmärkte. Und der Weihnachtszauber auf dem Gendarmenmarkt ist tatsächlich mein Favorit 😉 Aber ist doch gut, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat – sonst gäbe es nicht so viele unterschiedliche Märkte

    • Liebe Cornelia,
      es war mir ein Vergnügen. Den Beitrag wollte ich schon lange schreiben. Mit deiner Blogparade hatte ich endlich einen Anlass.
      Liebe Grüße
      Angela

  3. Ach guck, den Lichter-Garten gibts jetzt auch in Dresden? Dann geh ich da vielleicht doch mal hin…

    Ich hab ja das Problem mit Weihnachtsmärkten, dass ich keine Ahnung hab, was ich machen soll: ständig was kaufen für die quengelnden Kinder, ungesunden Süßkram essen, Alkohol trinken?
    Weihnachtliche Stimmung kommt da bei mir nicht auf, zumal es ja in der Regel auch noch supervoll und arschkalt ist und man sich so wenig bewegt, dass die Füße sofort einfrieren. Wenn man dann noch im Gedränge das Kind verloren hat, ist der Nachmittag perfekt 😛

    Kameradschaftliche Grüße
    Jenny

    • Der Lichter-Garten könnte deinen Vorlieben entgegenkommen, weil er gar nicht so ein Verkaufsmarkt ist. Da zählt eher das Erlebnis. Und wenn du unter der Woche möglichst früh am Tag gehst, dann schaffst du es vielleicht auch, den großen Andrang zu umgehen…
      Liebe Grüße
      Gela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.