Berlin und die Biosphärenreservate Teil 2: Schorfheide

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unterwegsmitkind bringt ab sofort gelegentlich Interviews zu verschiedenen Reisezielen. Den Auftakt macht hier die Uckermark – pardon: Schorfheide. Rund 70 Kilometer nördlich von Berlin auf dem Weg an die Ostsee gelegen gehört das Unesco Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gerade noch zu Brandenburg. Was Mama und Sohn dort erlebt haben, lest ihr hier. Genau wie ihre heißesten Tipps für die Schorfheide. Und demnächst gibt es hier auch Interviews mit anderen Familien auf Reisen.

Wer ist gereist?

unterwegsmitkind selbst, das heißt: Mama 48, Sohn 5 1/2

Wohin ging die Reise?

Schorfheide, Brandenburg, Deutschland

Wann und wie lange wart ihr unterwegs?

10 Tage von Ende Juli bis Anfang August

Warum habt ihr dieses Reiseziel gewählt?

Wir kennen die Region, weil Freunde dort wohnen, und schätzen die vielen Badeseen und die dünnbesiedelte hügelige Landschaft. Es gibt reichlich Badegelegenheiten, nette Angebote für Kinder, wie etwa den Kletterwald und Wildpark Schorfheide, schöne Radtourenstrecken, Dorfidyllen und vor allem viel Natur. Die Schorfheide ist Teil eines Unesco-Biosphärenreservats. Der wilde Buchenwald Grumsin steht als Weltnaturerbe sogar unter dem besonderen Schutz der Unesco auf der gleichen Stufe wie etwa der Grand Canyon. Außerdem ist die Schorfheide nah an Berlin. Mit dem Auto dauert es nur eine Stunde.

Was war euer schönstes Erlebnis?

„Mama, Mama, wach auf. Ein Reh steht vor dem Fenster!“ Es aste seelenruhig weiter, während wir es aus nächster Nähe beobachtet haben.

Euer größtes Abenteuer?

Am Strand züngelte einmal eine Schlange vor meinen Füßen durchs Gras. Der Sohn war da zum Glück gerade im Wasser. In vier Monaten durch den Urwald in Süd- und Mittelamerika und die Wüsten im Südwesten der USA ist mir nicht eine einzige Schlange über den Weg gelaufen. Und keine 100 Kilometer von zuhause entfernt, erlebe ich sie schon nach wenigen Tagen hautnah. Das zeigt auch, wie wild die Natur in der Schorfheide ist.

Worüber wart ihr enttäuscht?

Das Wetter hat uns leider wenig Gelegenheit zum Baden gelassen.

Was würdet ihr anderen empfehlen, die dorthin wollen?

Toll ist eine Radtour von rund 25 Kilometern durch die Eiszeitlandschaft. Sie führte von Joachimsthal über die Naturbeobachtungsstelle in Althüttendorf und Neugrimnitz mit Fledermausturm zu einem Aussichtspunkt auf ein Kies- und Sandbergwerk. Danach ging es ein Stück durch den Zauberwald Grumsin und durch das verschlafene Luisenfelde mit verfallener Villa im dichten Wald nach Groß Ziethen zum Eiszeit-Museum. Von dort führte die Route über das Kiesbergwerk und einen weiteren Aussichtspunkt in den Ihlowbergen wieder zurück. Der Sohn fand die Tour klasse. Bass erstaunt war ich, dass er keine nennenswerten Erschöpfungssymptome zeigte. Für den Anfang tuts aber sicher auch eine Grimnitzsee-Umrundung. Die Tourenbeschreibungen gibt es zum Beispiel im Tourismusbüro in Joachimsthal oder anderen Infopunkten.

0 Kommentare

    • Danke für den Tipp! Wir waren schon mehrfach im Wildpark Schorfheide und finden den auch richtig schön, aber auf die Kletterpremiere warte ich noch! Alter und Griffhöhe reichen noch nicht. Derweil üben wir Klettern in der Halle, also Bouldern besser gesagt 😉 Und genießen den tollen Spielplatz im Wildpark.

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