Tour der Vulkane in Costa Rica

Costa Rica ist bekannt für seine Strände, den Urwald und die vielen exotischen Tiere. Doch das mittelamerikanische Land liegt am pazifischen „Ring of Fire“ und ist damit auch Heimat einiger spektakulärer Vulkane. Wer sich für den Weg vom Flughafen zum Strand etwas Zeit nimmt, kann atemberaubende Aus- und Einblicke auf Vulkane genießen. Das gilt auch für Familien. Denn Vulkane in Costa Rica mit Kindern besuchen ist wahrlich ein Kinderspiel: Viele von ihnen sind leicht erreichbar – und dennoch spektakulär.

Als Mutter-Sohn-Team hat unterwegsmitkind immerhin drei Vulkane in Costa Rica besucht. Unser Favorit: Der Volcan Poas im Norden von Costa Ricas Hauptstadt San José. Alle, die schon darauf gewartet haben, finden hier nun endlich die Fotos – aber nicht unsere. Warum? Lest selbst.    Vulkane in Costa Rica mit Kindern - Kind am Vulkan Poas

Nicht Fotografieren am Volcan Poas

Das gibt’s doch gar nicht! Ich habe die Kamera vergessen – und das Smartphone liegt auch in der Herberge! Nochmal zurück? Dann sind die ganzen Touristenbusse da und die Wolken wahrscheinlich auch. Wir sind extra früh gestartet. Also hierbleiben. Mit eigenen Augen genießen. Innere Bilder machen.

Der Sohn freut sich. Endlich muss er Mama mal nicht mit der Kamera teilen, muss nicht fürs Foto posieren und auch nicht warten, bis Mama ihre verschiedenen Ansichten der Vulkanlandschaft eingefangen hat. Und er ist ziemlich beeindruckt von dem, was er unter sich sieht.

Vulkane in Costa Rica mit Kindern - Volcan Poas, KraterlaguneMir geht es nicht anders. Als Fan feuriger Erde lasse ich zwar kaum eine Gelegenheit aus, Vulkane zu besuchen. Doch der Vulkan Poas in Costa Rica ist der erste große Krater eines aktiven Vulkans, in den ich von oben hinein gucke. Er hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Am Kesselboden dampft eine türkisblaue Lagune. Ab und zu weht Schwefelgeruch zu uns hoch.

Die Wände des Kraters sind in allen Felsfarben gezeichnet. Daran kann ich mich kaum satt sehen. Auch der Sohn entdeckt Muster und Figuren in den Felszeichnungen der Lava. Richtung Westen streckt sich die Lavazunge in den costaricanischen Urwald. Die üppige Vegetation des mittelamerikanischen Dschungels setzt sich erst am Kraterrand wieder durch. Wir spazieren oben entlang, unter den „Sonnenschirmen der Armen“ hindurch, einer Buschpflanze mit rauhen Riesenblättern. Ein Dschungel-Lehrpfad führt zu einem Nebenkrater. Darin liegt ein grüner See.

Neuer Anlauf mit Kind und Kamera

Vulkane in Costa Rica mit Kindern - Volcan Poas LaguneAls wir von unserem Rundgang zurück zum Parkplatz kommen, schieben sich dort die Menschen aus den Bussen heraus. Gut, dass wir so früh dran waren. Doch, dass ich keine Fotos machen konnte, ärgert mich so sehr, dass ich am nächsten Morgen erneut hoch fahre und nochmal den Eintritt zum meistbesuchten Nationalpark Costa Ricas bezahle. Der Sohn findet es klasse. Wenn ihm etwas gefällt, macht er das gern nochmal und nochmal und nochmal … Auch die Kamera stört ihn nicht. Wir könnten also auch einfach hier bleiben. Doch wir wollen weiter. Zum nächsten Vulkan. El Arenal heißt der wohl berühmteste Kegel Costa Ricas.

Vulkane haben es mir schon lange angetan. Schuld waren die Kanarischen Inseln und vor allem der Teide – höchster Berg Spaniens auf Teneriffa. Die Besteigung steht noch immer auf meiner Bucketlist, aber sie muss warten, bis der Sohn alt genug dafür ist. In der Zwischenzeit reisen wir zwei zu Vulkanen, die leichter zu erreichen sind. So kam auch Ecuador auf unsere Reiseroute durch die drei Amerikas. Der Straße der Vulkane folgt man jedoch besser im Sommer. Dann verhüllen sich die Riesen mit ihren 5000 Metern und mehr nicht so oft in den Wolken. Immerhin der Chimborazo, der alle überragt, hat uns einen Blick auf seine Schlöte gewährt. Der bleibt ebenso unvergesslich wie der Blick auf die Lagune des Poas.

Pech und Datenpannen

Vulkane in Costa Rica mit Kindern - Nebelwald im Nationalpark Vulkan Poas (Costa Rica)Auch der zweite Versuch, den Poas zu fotografieren, ist gescheitert. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund sind gerade diese Fotos auf der Karte nicht lesbar – und wirklich fast nur diese. Die Dateien trotzen allen Versuchen, ihnen ein Bild zu entlocken.

Zum Glück jedoch haben wir die Tour zum Poas nicht allein unternommen. Zwei nette Berliner Mädels aus unserer Herberge haben uns begleitet. Sie haben uns ihre Fotos geschickt. 1000 Dank dafür, Constance! So bleibt – vor allem für den Sohn – auch noch eine Erinnerung, wenn die inneren Bilder verblassen.

Alle Fotos zu diesem Beitrag: die liebe Constance

Mehr über Costa Rica, seine Vulkane und Strände und weitere Highlights:

Wo Costa Rica am schönsten ist – Teil 1

Tipps für Übernachtungen, Spielplätze, Museen und Strandurlaub:

Gold, Strände, Dschungeltiere – unsere Top 10 in Costa Rica

Mehr Reisepannen:

Pech und Pannen auf der Panamericana

4 Kommentare

  1. Hallo Angela wir fahren im Dezember nach teneriffa und den Teide wollen wir auch besteigen.
    Grüße Christian

  2. Rike Niclas

    Liebe Angela,

    tolle Berichte, ich bekomme Lust sofort zu verreisen. Wir planen mit unseren Kindern (3, 6 und 8) nächstes Jahr im Sommer nach Costa Rica und/oder Panama zu fahren. Leider sind wir auf die Sommerferien angewiesen. Ich bin mir allerdings unsicher, ob es Sinn macht, da ja Regenzeit ist und ich nicht abschätzen kann inwieweit uns das Wetter einschränkt. Wir sind bereits mehrmals in Südostasien mit den Kinder gewesen, auch in der Regenzeit in Thailand. Das ging meistens sehr gut. Kannst du mir bei meinen Überlegungen helfen?
    Danke und Grüße
    Rike

    • Liebe Rike,
      ich glaube, dass man Costa Rica und Panama auch gut in der Regenzeit bereisen kann. Meistens regnet es ja nicht den ganzen Tag. Und einen Vorteil hat es auf jeden Fall: Ihr findet leichter Unterkünfte.
      Liebe Grüße
      Angela

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