Kanarische Inseln, die siebte: Hola Gran Canaria!

Bald ist es soweit. Bevor uns der winterliche Spätherbst hier endgültig gefangen nimmt, reißen wir nochmal kurz aus. Um meine Kenntnisse der Kanarischen Inseln zu vervollständigen, geht es diesmal alleine mit Kind auf Gran Canaria. Die Hauptinsel des Archipels im Atlantik ist die letzte, die ich noch nicht erkundet habe. Nur zwei Tage Zwischenstopp hatte ich dort einmal, bevor es weiterging zur westlichen Schwesterinsel Teneriffa. Beide sind etwas verrufen für ihren Massentourismus. Teneriffa hat mich aber gelehrt, dass man dem Trubel durchaus entgehen kann, und das hoffe ich für Gran Canaria auch.

Dennoch: Ein Mutter-Sohn-Abenteuerurlaub wie unsere Weltreise wird das diesmal sicher nicht. Erstens sind mir die Kanaren insgesamt schon recht vertraut. Schließlich kenne ich alle außer Gran Canaria und habe Lanzarote und La Gomera sogar schon ohne und mit Kind besucht. Und zweitens kann man alleine mit Kind auf Gran Canaria wohl keinen Fleck erreichen, der nicht erschlossen ist. Dafür drohen Freizeitparks wie etwa Sioux City. Aber ich fahre doch nicht auf die Kanaren, um in einen Westernpark zu gehen – oder?!?

Gran Canaria „off the beaten track“ mit Kindern? Schön wärs!

Reizen würde mich viel mehr der echte wilde Westen der Insel. Doch dort wo keine Autobahn über die Barrancos (Schluchten) getrieben wurde, wo keine Bettenburgen und Apartmentanlagen die Küste belagern, kommt Frau mit fünfjährigem Sohn nicht ans Meer. Dort gibt es nämlich auch keine Straßen, sondern nur Wanderwege. Und die sind zu lang und zu steil für die kurzen Beine des Sohnes.

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Also werden wir uns wohl (oder übel) diesmal eher auf den relativ ausgetretenen Pfaden herumtreiben. Sehr zur Beruhigung der Oma, versteht sich. Neben Relaxen am Pool unserer Finca-Ferienwohnung stehen noch nicht sehr viele Programmpunkte fest. Doch Optionen gibt es mehr als genug für die zehn Tage, die uns bleiben:

Dünenwanderung in Maspalomas

Inselrundfahrt in den Westen

Höhlenerkundung im Osten

Wanderungen im Zentralgebirge, zum Beispiel zu den Roques Nublo und Bentayga

Was lohnt aus dem fetten Unterhaltungsangebot für Familien?

Immerhin zwei bis drei der Angebote in der Nähe unserer Unterkunft klingen ganz vielversprechend. Der Zoo und botanische Garten Palmitos Park mit seiner Delfin-, Papageien- und Raubvogelshow erhält bei Tripadvisor seit Jahren nur Bestnoten und rangiert auf Platz zwei der Aktivitäten auf der Insel hinter dem Strand Playa de la Cantera in der Inselhauptstadt Las Palmas. Kostenpunkt für 1 Erwachsene, 1 Kind: rund 50 Euro. Auf einem der mittleren Plätze rangiert dagegen mit extrem wenigen aber überwiegend sehr guten Bewertungen die Mundo Aborigen, ein Freiluftmuseum zur Geschichte der kanarischen Ureinwohner. Dort kann man wohl sogar das seltene Glück haben, allein zu sein.

Geboten ist außerdem zum Beispiel (Preise laut Internet, Stand Oktober 2015, für 1 Erwachsene 1 Kind):

Kamelreiten in den Dünen (30 Minuten, ca. 21 Euro)

Delfin-Bootstour (2 ¼ Stunden, ca. 37 Euro)

Glasbodenbootstour mit der Fähre nach Puerto Mogan und zurück (2x 75min, ca. 30 Euro)

U-Bootfahren in Puerto Mogan (40 Minuten, ca. 45 Euro)

Freizeitpark Holidayworld (2 Stunden, ca. 30 Euro)

Aquapark (46 Euro für einen Tag)

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Was würdest du wählen? Kostenlose Natur-Attraktionen oder kostenpflichtige Bespaßungsaktionen? Kennst du Gran Canaria? Hast du einen Tipp, was wir noch erkunden sollten? Schreib uns!

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