Drinnen oder Draußen? Beides!

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Berliner Kurzt(r)ipp für wechselhaftes Wetter

Wechselhaftes Wetter treibt uns oft in den Park am Gleisdreieck. Der Central Park von Berlin besticht Kinder mit Spielplätzen für jede Gelegenheit und jedes Alter. Eltern freuen sich an der Stadtnatur und der metropolitanen Atmosphäre mit Blick auf den Potsdamer Platz. Bei Regen bietet das benachbarte Deutsche Technikmuseum nicht nur Unterschlupf, sondern mit seinem Spectrum auch jede Menge spannende Experimente für kleine und große Forscher.

Es war einmal ein stillgelegtes Bahnhofsgelände im geteilten Berlin. Zwischen Gleisschwellen und Schienen sprossen unzählige verschiedene Pflanzen. Sie sprengten die Mauern und Dächer der verlassenen Bahnhofsgebäude, überwucherten die Gleisbetten und bildeten einen Urwald mitten im ummauerten Westberlin. Nur Eingeweihte kannten die Zugänge zu dem gesperrten Gelände.

Wildnis kultiviert

P1100505Was von der Gleiswildnis heute noch übrig ist, bleibt abgesperrt. Zum Teil sind auf den Brachflächen entlang der alten Bahnlinien sogar seltene Pflanzen heimisch geworden. Die stehen bis heute, auch wenn der Urwald rundherum inzwischen weiten Wiesen gewichen ist. Dabei scheinen die Planer alles richtig gemacht zu haben. Denn immerhin hat der Park nun den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2015 gewonnen.

P1100513Die weitgehend baumlosen Wiesen machen den Park zu einem wunderbaren Ziel an frischeren Tagen. Tatsächlich bietet er ein 32 Hektar großes Stück Natur mitten in der Stadt. Kinder können im Naturerfahrungsraum matschen, toben, buddeln oder Tipis aus Baumstämmen bauen, und für den Flachlandtiroler Nachwuchs gibt es sogar einen richtig steilen Hügel. Aber Vorsicht: Die Naturforscher sind hinterher garantiert dreckig!

IMG_0476Mindestens vier weitere Spielplätze bespaßen die Kleinen in den drei Teilen des Parks. Ältere und mitunter auch ziemlich alte Jungs finden zudem den angeblich größten Skateboard-Pool Berlins und jede Menge Flächen für Ballspiele unter den Hochbahngleisen im Westpark. Beachvolleyballer sind etwas weiter südlich zuhause. Auf dem Weg dorthin lockt das Café Eule in eine Schrebergartensiedlung. Spätestens hier ist die Metropole ringsherum komplett vergessen.

Wissenschaft praktisch

IMG_0922Wer sich nicht in der Stadtnatur verlieren, sondern auch noch Kultur erleben will, der kommt sowohl vom Ost- als auch vom Westpark zum Deutschen Technikmuseum. Zugegeben: Jungs-Eltern haben hier vielleicht mehr Spaß. Alte Eisenbahnen, Oldtimer, Flugzeuge, Dampfmaschinen und Motoren aller Art begeistern den Sohn immer wieder. Ab Anfang September lockt zusätzlich die Sonderausstellung „ALL.täglich“ zur Raumfahrt. Aber Segelschiffe und die Möglichkeit zum Knoten-Üben, Fotoapparate, Druck- und Papiertechnik und Nachrichtentechnik von Morsen über Radio bis Computer interessieren auch Mädchen.

P1100503Egal ob Junge, Mädchen, 4 oder 84 Jahre alt: Spätestens im Spectrum haben alle Spaß. Denn dort kann experimentiert werden. Licht, Wärme, Elektrizität, Magnetismus, Mechanik und Akustik werden hier anschaulich erfassbar. Woher kommen Wellen? Warum ist der Himmel blau? Wie entstehen Töne? Auch die Eltern allzu wissbegieriger Kinder werden hier glücklich.

Sollte das Wetter dann doch oder wieder schön werden, gibt es auch noch den Museumspark mit Windmühlen und Museumsteich. Im September fährt sonntags außerdem die Museumsbahn durch den Park am Gleisdreieck bis zum Lokdepot.

Praktische Infos

Technikmuseum: http://www.sdtb.de/

Infos und Übersichtsplan zum Park: http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/park-am-gleisdreieck/uebersicht/uebersichtsplan/

In der Nähe: Kreuzberg, Kulturforum, Philharmonie, Potsdamer Platz, Schöneberg.

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