Mut anlesen

Zehn Tage vor Abflug flattern mitunter schon mal die Nerven. Reisefieber? Oder Untervermietungsfieber? Egal im Zweifel lese ich mir Mut an. Buchtipps zum Reisen mit Kindern

– Buchtipps zum Reisen mit Kindern – Zehn Tage vor dem Start zu meinem großen Panamericana-Abenteuer als Single mit Kind flattern mitunter schon mal die Nerven. Reisefieber? Oder Untervermietungsfieber? Egal im Zweifel lese ich mir Mut an.

Mit dem Untermietvertrag hat die Nervosität begonnen. Seit der Schlüsselübergabe an unseren Untermieter fühle ich mich ab und zu, als hätte ich viel zu viel Kaffee getrunken. Tatsächlich trinke ich deutlich weniger als sonst und komme trotzdem mit weniger Schlaf aus. Das ist aber auch gut so, denn es gibt einfach immer noch irgendwas zu tun.

Außerdem ist bald Weihnachten. Und Weihnachten wird bei Omi gefeiert. Das war schon immer so. Die Mama wäre ja gern schon vor Weihnachten verreist, aber das wollte der Sohn nicht. Der will zu Omi, und kann’s kaum erwarten. Also fahren wir übermorgen erstmal für eine Weihnachtswoche zur Omi, sind dann noch zwei Tage zuhause, bevor wir früh am Morgen über Amsterdam nach Quito fliegen. Bleiben uns also insgesamt gerade noch drei Tage zuhause. Da ist Reisefieber erlaubt.

Zuhause fühlt sich schon gar nicht mehr zuhause an. Alle persönlichen Dinge sind aus den Schränken und Regalen in Kisten gepackt. Alles ist gründlich durchgeputzt. Unser Wohnzimmer sieht aus wie das einer Ferienwohnung. Nett aber kahl. Und es fühlt sich auch ein bisschen so an. Nur nicht wieder alles dreckig machen. Aber wie soll das gehen mit dem Sohn?!

Ich habe nochmal die Reisehinweise des auswärtigen Amtes gecheckt und die Hinweise des Tropeninstituts zu Höhenkrankheit, Dengue, Chikunguyafieber und Malaria. Harter Tobak. Das reicht für heute Abend als Reisevorbereitung. Ist das Risiko vertretbar? Was, wenn der Sohn tatsächlich ein Fieber kriegt?

Ich habe die rollende Rucksackreisetasche gegen ein stabileres Modell getauscht und frage mich, ob ich das überhaupt brauche. Zum Treppensteigen lohnt es nicht, den Trolley zum Rucksack umzubauen, und länger als fünf Minuten kann ich die 18 Kilo eh nicht schleppen. Habe ich mir zu viel vorgenommen? Werden wir das alles nicht nur gesund überstehen, sondern auch genießen können?

Buchtipps zum Reisen mit Kindern

Manchmal weicht der Mut, mit dem ich diese lang erträumte Reise vor knapp vier Monaten gebucht habe. Dann lese ich mir Mut an.

Mut zum Reisen allein mit Kind macht Pia Volk. Sie ist mit ihrem Sohn zwei Monate lang durch Australien gereist, als er noch richtig klein war – ohne Mietwagen, mit kleinem Budget. Und das war nur der Anfang einer bunten Serie abenteuerlicher Touren. Sie war zwar nie so lange weg wie wir jetzt, aber mindestens genauso weit.

Mut zum Lange-Verreisen macht Heike Praschel. Sie ist mit Mann und zwei kleinen Mädchen in einem umgebauten Mercedes-Laster von der Oberpfalz bis in die Mongolei gefahren. Praschels hatten ihr Haus für zwei Jahre vermietet. Dagegen sind vier Monate ein Wimpernschlag.
Sie werden viel zu schnell vergehen…

Buchtipp Reisen mit Kindern alleine

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