Karibik oder Pazifik – An welchen Strand in Costa Rica mit Kindern?

Strand in Costa Rica mit Kindern - ein Traum

Selbst mit Kindern ist Strandurlaub in Costa Rica ganz sicher nicht alles. Aber ohne Strandurlaub geht eine Reise nach Costa Rica mit Kindern nicht. Denn dafür sind die Strände in Mittelamerika einfach zu schön, zu groß, zu viele und noch dazu oft menschenleer. Wenigstens ein paar Tage am Strand sind in Costa Rica also ein Muss – egal ob mit Kindern oder ohne. Aber welche Küste eignet sich besser für Urlaubstage am Strand in Costa Rica mit Kindern? Karibik oder Pazifik? Ich habe ein paar echte Costa Rica Experten gefragt.

– Tipps und Erfahrungen von Familien und Costa Rica-Kennern und -Fans –

Fünf Wochen habe ich 2015 in Costa Rica verbracht. Ziemlich genau die Hälfte der Zeit haben wir uns an einer der beiden Küsten aufgehalten. Viel Zeit habe ich mit meinem Sohn an der südlichen Karibikküste bei Puerto Viejo verbracht – ein Traum! Am Pazifik haben wir wunderschöne Badebuchten bei den Nationalparks Carara und Marina Ballena genossen. Dort und an der weitläufigen Playa Esterillos Oueste haben uns mehr Tiere als Menschen Gesellschaft geleistet. Mal waren es Strandkrabben im Sand, mal die Aras in den Bäumen.

Von den rund zehn Stränden, die ich kennen gelernt habe, gibt es keinen, den ich nicht weiterempfehlen könnte. Die meisten rechne ich deshalb auch zu meinen Top Ten in Costa Rica mit Kind. Dabei haben wir die touristisch erschlossenen Strände komplett ausgelassen. Weil ich mich dennoch bis heute absolut nicht entscheiden kann, wo es mir am besten gefallen hat, habe ich andere Costa-Rica-Reisende nach ihren Lieblingsstränden gefragt. Hier lest ihr ihre Tipps und Erfahrungen.

Entspannte Weihnachten am Pazifik

Hartmut war 2013 mit seiner Familie (Frau und 2 Kinder) für längere Zeit in Costa Rica und hat sich vor allem an der Pazifikküste umgesehen.

Keine leichte Aufgabe, die beiden Küstenabschnitte zu vergleichen. Vor allem weil wir ehrlicherweise ja nur relativ kurz an der Karibikküste waren, nämlich im Tortuguero Nationalpark. Dieser Küstenabschnitt ist sehr rauh und stürmisch, es gibt gefährliche Strömungen, und das Baden war zumindest an unserer Lodge strengstens verboten. An der Pazifikküste dagegen, vor allem auf der Nicoya-Halbinsel gibt es unzählige Strände, die zum Baden, Schnorcheln und Surfen einladen.

Unser absoluter Lieblingsstrand in Costa Rica befindet sich im Westen des Landes auf der Nicoya-Halbinsel. Dort gibt es natürlich unzählige schöne Strände, und wir haben sie auch nicht alle gesehen. Wir verbrachten aber ein paar sehr entspannte und ruhige Tage an der Playa Carillo und haben uns sofort in diesen Ort verliebt. Im Gegensatz zum bekannteren Nachbarstrand in Samará, der vor allem unter Surfern, Hippies oder solchen, die es werden wollen bekannt ist, geht es an der Playa Carillo viel ruhiger zu. Hierhin verirrten sich zumindest Ende 2013 noch nicht so sehr viele ausländische Touristen.

Wir haben noch einige andere Strände an der Pazifikküste besucht, die alle für sich ganz wunderbar waren. Selbst im umtriebigen Nationalpark Manuel Antonio fühlten wir uns trotz der für uns ungewohnt vielen Besucher sehr wohl. Und zu den schönen Stränden, an denen man wunderbar im herrlich warmen Wasser baden kann, kommt dann noch die Vielfalt an Tieren, die dort zu beobachten ist.

Ja, Costa Rica macht es einem echt nicht leicht, zu entscheiden, da es zu viele schöne Orte dort gibt.

Mehr von Hartmut und seiner Familie in Costa Rica: https://58gradnord.com/category/costa-rica/

Ein wunderbarer Strand in Costa Rica mit Kind: Die ruhige Playa Carillo in Samara

Playa Carillo am Pazifik (Copyright: 58 Grad Nord)

Ein Strand ist ein Strand ist ein Strand … – oder doch nicht?

Frauke war mit ihrer Familie (Mann, Vierjähriger und Baby) Ende 2016 sechs Wochen lang in Costa Rica und hat davon drei Wochen an Stränden verbracht – genug Erfahrung für gleich zwei Tipps:

Zugegeben: Der Hauptgrund, warum es uns in unserer zweiten Elternzeitreise nach Costa Rica verschlagen hat, war nicht der Strand. Ok: auch. Aber nicht nur. Trotzdem werden unsere drei Wochen am Strand ein absolutes Highlight der insgesamt sechswöchigen Reise bleiben.

Am besten hat es uns an der Karibikküste gefallen: in Punta Uva. Wir waren zur Vorsaison (November) hier fast allein. Für Kinder ein Traumstrand mit flachem Einstieg, kleinen Wellen und jede Menge natürlichem Schatten durch den Palmenbewuchs. Nur die Sandflies nerven, vor allem in der Dämmerung. Auch die Strände nördlich und südlich, von Puerto Viejo bis Manzanillo sind mit Kindern herrlich.

Und das Beste: Dieser Küstenabschnitt ist vom Pauschaltourismus noch unentdeckt. Gewohnt haben wir privat über AirBnB. Drum herum gibt es mit Kanutouren, Fischen, Radfahren und dem Nationalpark Cahuita viel zu erleben und entdecken. Und die Bevölkerung, die neben Ticos aus vielen Hippie-Aussteigern besteht, ist sehr gechillt, eben karibisch.

Auf die Pazifikküste mussten wir uns danach erst ganz neu einlassen. Aber dann hat sie uns auch mit voller (Wellen-) Wucht gepackt. Wir haben uns für das berühmte Samara auf der Nicoya Halbinsel entschieden und es nach anfänglicher Skepsis auch nicht bereut. Euch erwartet kein einsamer Karibikstrand und der Tourismus ist viel präsenter. Aber die Strände sind sauber, haben eine super Infrastruktur mit schönen Restaurants und unzähligen Surf- und Yogaschulen. Die Brandung ist stärker, eignet sich hier in der Bucht aber bestens für Surf- oder Boogieboardanfänger. Letzteres ist auch ein Riesenspaß für Kinder. Wir haben tagelang unseren Vierjährigen auf dem kleinen Brett durch die Wellen gescheucht.

Unternehmen kann man in der Umgebung mit Kindern nicht allzu viel. Außer mal an einen benachbarten Strand wie die schöne und einsame Playa Carillo fahren. Aber das macht auch nichts, denn die Strandatmosphäre fängt einen schnell ein und dann wird der Müßiggang zum Lebensprinzip…

Mehr von Frauke und ihrer Familie in Punta Uva: https://aroundtheworldticket.de/family/blog/2016/11/10/punta-uva-costa-rica-suesses-nichtstun-im-paradies/

Mehr von Frauke und ihrer Familie in Samara: https://aroundtheworldticket.de/family/blog/2016/12/01/samara-costa-rica-von-naturkatastrophen-und-traumstraenden/

Strand bei Punta Uva an der Karibik (Copyright: Frauke Manninga)

Vom Strand mit Kind direkt in den unberührten Dschungel

Kirstin hat vor einigen Jahren in Costa Rica gelebt und ist in diesem Jahr zum ersten Mal (allein) mit ihrem Sohn dahin zurückgekehrt. Sie kennt sich im ganzen Land gut aus, hat aber auch ihre Lieblingsorte. Auf ihrem Instagram Account zeigt sie Costa Rica in allen Facetten (und einige andere spannende Reiseländer).

Karibik oder Pazifik? Nachdem ich lange Zeit ohne Kind in Costa Rica gelebt habe, fiel mir die Entscheidung nicht leicht, welchen Strand oder welche Orte ich meinem Sohn als erstes zeigen sollte, es gibt einfach viel zu viele traumhaft schöne Ecken in diesem kleinen facettenreichen Land.

Wer wenig Zeit hat und trotzdem viele Tiere und wunderschöne Natur erleben möchte, dem würde ich Manuel Antonio am Pazifik empfehlen, mein Sohn (2) war begeistert von den langen Stränden und den vielen Tieren. Manuel Antonio ist mittlerweile sehr touristisch, was mit kleinem Kind und als Single-Mama nicht unbedingt von Nachteil ist, denn man ist nie alleine und alles ist einfach und unkompliziert zu organisieren. Außerhalb des Ortskernes und in Quepos, dem angrenzenden Ort gibt es noch einsame Strände und Dschungelwege ohne viele Touristen.

Wer etwas mehr Zeit für die Anreise und Abenteuerlust hat, der sollte auf die Osa Peninsula nach Bahia Drake fahren, wo wir letztendlich die meiste Zeit unserer einmonatigen Reise verbracht haben. Mit dem Boot erreicht man dort die schönsten Strände und der tiefere Dschungel ist auch für kleine Kinder zu begehen, da er bis direkt an den Strand reicht. Die Natur ist dort teilweise noch so unberührt und wild, wie sonst an wenigen Orten der Erde. Tiere zu sehen ist eine Garantie in der Gegend, manchen sind es sogar zu viele Tiere dort ;). Während der Wal-Saison sieht man hier auch mit etwas Glück Wale vom Strand aus und ganzjährig Delfine. Für Kinder gibt es tolle Tide-Pools und flache Flüsse, die bis ans Meer reichen zum baden und an vielen Tagen ist das Meer auch ruhig genug zum schwimmen.

Mehr von Kirstins Bildern aus Costa Rica (und anderen Ländern): https://www.instagram.com/kirstin_wende/ Auch das Titelbild zu diesem Beitrag stammt von ihr!

Strand in Costa Rica mit Kind: Bahia Drake

Bahia Drake am Pazifik (Copyright: Kirstin Wende)

Ein Strand mitten im Nationalpark

Jessi hat mehrere Monate bei einer Familie in Costa Rica gelebt und gearbeitet. Dabei hat sie dieses schöne Land ausgiebig erkundet und berichtet auf ihrem Blog Lens & Feather über ihre Abenteuer.

Es gibt ja wirklich unzählige, wunderschöne Strände in Costa Rica. Einen persönlichen Lieblingsstrand habe aber auch ich. Nämlich den wunderbar unberührten, scheinbar endlosen Strand auf der anderen Seite der „Walflosse“ im Marina Ballena Nationalpark bei Uvita. Mit dem dichten, grünen Dschungel im Rücken und der einzigartigen Aussicht auf flossenförmige Felsformation im Meer ist dieser Strand wirklich etwas Besonderes. Im Vergleich zu anderen Pazifikstränden ist das Wasser zudem meist ruhiger; dichte Palmen spenden Schatten und der weiße Sand ist wunderbar weitläufig und damit perfekt für Strandspaziergänge – einfach pura vida.

Nur zur Sicherheit will ich aber noch erwähnen, dass man natürlich immer die Gezeiten im Auge haben sollte und sich vor allem mit Kindern am besten von den Flüssen im Park fernhält, da dort manchmal Krokodile sind.

Strand in Costa Rica

Strand im Marina Ballena Nationalpark bei Uvita am Pazifik (Copyright: Lens and Feather)

Direkt am Strand in Costa Rica mit Kindern Tiere beobachten

Ellen hat Costa Rica mit ihrer Familie (Mann und 2 Teens) erst in diesem Jahr erkundet, und das auch nur für 2 Wochen. Einen Strandtipp hat sie trotzdem mitgebracht:

Sehr lange waren wir ja nicht in Costa Rica unterwegs. Trotzdem hat es sowohl für die Karibikküste, als auch die Pazifikküste gereicht.

Die erste Station unserer Rundreise war der Tortuguero Nationalpark an der Karibikküste. Der Park hat uns in vielerlei Hinsicht begeistert. So viele Tiere haben wir noch nirgends zuvor in freier Wildbahn gesehen. Allerdings ist diese Ecke für Badeferien nicht geeignet. Das Meer ist wild und rau und es wird dringend davon abgeraten zu baden.

Ganz anders sieht das im Nationalpark Manuel Antonio, an der Pazifikküste aus. Auch hier kann man mit etwas Glück viele Tiere beobachten und das Meer lockt mit seinen türkisfarbenen Schattierungen für eine Abkühlung. Für uns war genau diese Gegend ideal um nach unserer Rundreise noch ein paar Tage Sonne und Meer zu geniessen und die Seele baumeln zu lassen.

Mehr von Ellen und ihrer Familie in Costa Rica: https://www.patotra.com/category/costarica/

Strand im Manuel Antonio Nationalpark am Pazifik (Copyright: Ellen Gromann)

Pazifik oder Karibik? Die Auswahl zeigt eindeutig mehr Strände am Pazifik als an der Karibikküste Costa Ricas. Deshalb will ich abschließend noch mal für die südliche Karibik werben. Es gibt dort sowohl ellenlange weite Strände als auch hübsche kleine Buchten. Im Nationalpark La Cahuita leisten euch vielleicht sogar Leguane beim Sonnenbaden Gesellschaft. Und südlich von Puerto Viejo trefft ihr auf dem Weg zum Strand durch den Dschungel mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Faultier.

Und wo würdet ihr am liebsten am Strand in Costa Rica mit Kindern abhängen?

 

 

2 Kommentare

  1. Wahnsinn! Costa Rica ist einfach megaschön! Ich würde da auch sooo gerne mal hin… 🙂 Vielleicht klappt es bei uns nächstes Jahr. By the way: Ein sehr schöner Beitrag! Danke für die Inspiration. LG Alexandra

    • Liebe Alexandra,
      es freut mich immer, wenn ich inspirieren kann, und Costa Rica kann ich dir wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Es ist ein tolles Land – auch jenseits der Strände.
      Liebe Grüße
      Gela

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