Kurzt®ipp: Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind

Wo Roboter „Guten Tag“ sagen, fühlt sich der unterwegsmitkind-Sohn wie zuhause. Das Museum für Kommunikation in Berlin-Mitte hat eine vielfältige und interessante Ausstellung zu bieten. Doch scheinbar schlummert es einen Dornröschenschlaf.

Überraschend leer ist das Kommunikationsmuseum, als wir es an einem regnerischen Sonntagnachmittag im November besuchen. Dabei ist das herrschaftliche Gebäude mit der markanten Atlas-Figur auf der Kuppel an der Ecke der Leipziger Straße zur Mauerstraße bestimmt jedem schon aufgefallen. Auch von innen ist es wunderschön.

Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind in blau

Wir sind jedoch nicht in erster Linie wegen der Architektur hier. Mein Sohn jedenfalls nicht. „Mama, komm endlich“, drängelt er schon an der Kasse. Er kann es kaum erwarten, bis wir die Jacken an der kostenlosen Garderobe abgegeben haben. Denn er will endlich dem Roboter Guten Tag sagen – oder besser gesagt: den Robotern. Gleich zwei davon gleiten durch den runden Kuppelsaal. Ein dritter hat gerade Sendepause. Die Roboter begrüßen uns nicht nur, sie zeigen uns auch, wo wir was finden.

Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind: Roboter grüßt Kind

Die Dauerausstellung des Kommunikationsmuseums ist zwar lange nicht so groß wie die des modernen Museums für Verkehr und Technik, aber mindestens genauso unterhaltsam und spannend. Die Schatzkammer lockt uns in den dunklen Keller. Fast schwarz ist der Raum unter dem Lichthof, die Ausstellungsstücke ganz dezent beleuchtet. Mit dabei: Das erste Telefon der Welt, das Philipp Reis erfunden hat, und eine blaue Mauritius, die das Herz jedes Briefmarkensammlers höher schlagen lässt.

Von der Postkutsche zur Drohne

Apropos Briefmarken: Davon gibt es in einer der Galerien, die den Lichthof oben umgeben, noch sehr viele mehr. Denn schließlich wurde das Kommunikationsmuseum als Postmuseum gegründet. Und das schon im Jahr 1872. „Es war eines der ersten Museen für die Geschichte der Technik weltweit und erhielt den umfassend definierten Auftrag, ‚die Entwicklung des Verkehrswesens von den Völkern des Altertums beginnend bis zur neuesten Zeit kulturgeschichtlich zu veranschaulichen’“, weiß wikipedia.

Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind - Mama aufm (Bild)Schirm

Diesen Auftrag erfüllt das Museum für Kommunikation Berlin bis heute auf sehr unterhaltsame, mitunter auch spielerische Weise. Gleich neben dem Eingang halten wir uns lange mit Dosen-Telefonen und Hörsesseln auf. Weiter oben schickt mir der Sohn Liebesbriefe per Rohrpost. Wir telefonieren an alten Apparaten und sehen uns im Film an der Wand.

Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind: Rohrpostanlage

Galerie für Galerie wandern wir durch die Geschichte der Kommunikation vom Donnerkeil zum Computer, von der Postkutsche zur DHL-Drohne. Zwischendurch schmunzeln wir über Postalgie: Alte Briefkästen, Modelle von Postkutschen, alte Telefone, Stempel, Briefmarkenautomaten. Und einer der Roboter trägt Postuniform.

Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind: Briefkastensammlung

Infos zum Kommunikationsmuseum Berlin mit Kind

Öffnungszeiten: Dienstag 9–20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 9–17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10–18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 5€, ermäßigt 3€, Kinder (bis 17 Jahre) frei

Adresse: Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte

Internet: http://www.mfk-berlin.de/

Post vom Kind ans Kommunikationsmuseum Berlin

Sucht ihr noch mehr Indoor-Aktivitäten für Familien in Berlin? In einem anderen Beitrag erfahrt ihr, wohin ihr mit Kindern in Berlin bei Regen auch noch gehen könnt.

Kennt ihr das Kommunikationsmuseum? Dann verratet mir, wie es euch gefallen hat.

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