Kinder im Museum – das war die Blogparade

Kinder im Museum - Hamburg

Kinder, Kinder im Museum kanns was geben! Haben die Eltern den Nerv getroffen, dann leuchten Kinderaugen bei all den tollen Entdeckungen im Museum mitunter genau wie an Weihnachten. Hier kommen die gesammelten Museums-Tipps für Familien aus der Blogparade – mit Kindern erprobt und für gut befunden. Eine bunte Mischung an Kunst-, Freiluft-, Kultur- und Technikmuseen in ganz Deutschland.

Zwischendurch habe ich mich ab und zu geärgert, dass ich die Suche auf Deutschland begrenzt habe, denn was Hartmut bei 58gradnord.com über das Vasa-Museum in Stockholm schreibt, klingt richtig toll. Und auch Tinas Begeisterung über das Varldskulturmuseerna in Göteborg hat mich angesteckt. Innerlich habe ich mir aber einen Merker gemacht, diesen beiden Museen bei einer Schwedenreise auf jeden Fall einen Besuch abzustatten.

Doch auch innerhalb Deutschlands blüht eine bunte, kindertaugliche und familienfreundliche Museumslandschaft. Das zeigen die vielen, tollen Beiträge zu meiner ersten Blogparade. Besonders gefreut habe ich mich, dass in den Kommentaren jede Menge Tipps zum Thema Kinder im Museum unabhängig von Blogs eingegangen sind. Das hat mir den Eindruck vermittelt, dass ich mit dem Thema Kinder im Museum einen Nerv getroffen habe.

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Museen für Entdecker: Mathematikum, Technoseum und Explorado

Sylvia hat mich sehr neugierig gemacht auf das Mathematikum in Gießen, das Technoseum in Mannheim und das Technikmuseum in Speyer. Dort kann man wohl sogar ein U-Boot und ein Jumbo-Jet besichtigen. Vom Technikmuseum Speyer schwärmt auch Daniela. Leider liegt Speyer von Berlin aus am anderen Ende Deutschlands. Sonst hätten wir uns dieses Museum sicher schon angesehen. Nicht weniger weit entfernt ist das Naturkundemuseum in Karlsruhe, Olga empfiehlt. Sie findet es auch für ganz kleine Kinder geeignet. Die Erdbeben-Simulation interessiert mich in meinem beinahe biblischen Alter aber immer noch 😉

Christian war mit seiner Familie im Explorado Duisburg – für ihn ein echtes Highlight. Das Beste: Kinder dürfen alles anfassen und ausprobieren. „So muss das sein“, mein Christian.

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Räuber, Röhrenfernseher und Dorfleben anno dunnemals

Charnette geht wie wir auch ganz gern mal ins Museum, wenn sie mit der Familie verreist. Aus dem Allgäu hat sie den Tipp für das Burgmuseum Falkenstein mitgebracht. Auf 1267 Höhe gelegen dürfte es mit Sicherheit zu den am höchsten gelegenen Museen Deutschlands gehören. In Bayern scheint es das Kleinste zu sein.

Charnette hat aber auch noch einen richtig spannenden Museumstipp aus ihrer Heimat beigesteuert. Auf der Spur des „Schwarzen Veri“ – na, wer kennt den üblen Gesellen? – ist sie mit ihrem fast fünfjährigen Sohn im Braith-Mali-Museum in Biberach an der Riß unterwegs gewesen. Nichts für schwache Nerven ;-). Doch zur Beruhigung gibt’s dort auch Naturkunde, Archäologie und Kunst des 20. Jahrhunderts.

Ines war im Technikmuseum Berlin. Dort komme ich – vom Sohn hinterhergezogen – immer nur in den Lokschuppen, bevor ich nach nebenan ins Spectrum muss. Denn das ist sozusagen unsere Museumsheimat. Wahrscheinlich müssen wir einfach noch häufiger hingehen, damit wir auch endlich mal die Schätze entdecken, die Ines zeigt: Leicht nostalgisch werde ich schon, wenn ich die hübschen kleinen alten Röhrenfernseher sehe. Für so ein Teil würde ich den Flatscreen sofort rauswerfen ;-). Auch vom Fernsehstudio und Papierschöpfen im Technikmuseum Berlin habe ich bei Ines zum ersten Mal gelesen.

Wer in der wärmeren Jahreshälfte im Schwarzwald ist, freut sich bestimmt über den Tipp von Marc für das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Viele alte Gebäude erzählen dort so eine Art landwirtschaftlicher Kulturgeschichte auf eine Weise, die auch Kinder aufhorchen lässt. „Sohnemann konnte gar nicht genug bekommen. In jedem Haus mussten alle Türen und Treppen gecheckt werden. Geht es da weiter? Was kommt da? Was gibt es da?“, berichtet Marc. Also noch ein Merker für mich: Wenn Schwarzwald, dann Vogtsbauernhof.

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ZKM Karlsruhe, Grimmwelt Kassel und Phaeno Wolfsburg

Bei dieser Gelegenheit statte ich dann auch dem ZKM Karlsruhe einen Besuch ab. „Im Zentrum für Kunst und Medientechnologie geht Kunst mit Kindern wie von selbst„, meint Maria. Sachkundig berichtet sie, dass das ZKM 15 Jahre vor dem New Yorker Museum of Modern Art begonnen hat, Computerspiele unter Kunstaspekten auszustellen. Als Kulturexpertin unter den Familienreisebloggern muss sie es wissen. In ihrem Beitrag teilt sie faszinierende Bilder mit uns, die genau das versprechen, was ich mir von Museumsbesuchen erhoffe: Eintauchen in eine fremde Welt. Das kann man auf Marias Blog übrigens mit ganz vielen weiteren Museen und anderen Kulturstätten quer durch Europa und die Welt.

In Kassel entführt die Grimmwelt Familien spielerisch und interaktiv mitten hinein in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Wollt ihr mal so richtig mit Schimpfwörtern um euch werfen? Dann seid ihr dort genau richtig. Warum, das zeigt euch Andreas in vielen märchenhaften Bildern aus dem erst 2015 eröffneten und dennoch schon meistbesuchten Museum Kassels, wie er schreibt.

Ebenfalls in der Mitte Deutschlands findet sich das Phaeno Wolfsburg. Sabine war dort genauso begeistert wie wir und hat gleich eine Jahreskarte gekauft. „Allein der Anblick so vieler faszinierter, nachdenkender, erleuchteter Menschen würde die Anreise lohnen“, schreibt sie. Aber sie empfiehlt das Science Center auch als lebendige Ergänzung zum Physikunterricht.

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Und sonst so?

Wir waren seit dem Start der Blogparade selbst schon wieder in zwei bislang unbekannten Museen. An unserem winterlichen Hamburg-Wochenende stand auf Wunsch meines Sohnes (!) auch das Museum für hamburgische Geschichte auf dem Programm. Von dort stammen die Bilder zu diesem Beitrag. Und eines verregneten Sonntags in Berlin haben wir uns aufgemacht das Museum für Post und Kommunikation zu erkunden. Danach stand fest: Unser Wintersport 2016/2017 heißt Museumsbesuch 😉

3 Kommentare

    • Na, das klingt ja auch spannend! Darüber wüsste ich auch gern mehr, Marc! Danke für den Zusatztipp!
      Liebe Grüße
      Gela

  1. Hej Gela,
    das Vasa Museum in Stockholm ist wirklich sehr zu empfehlen. Und auch ohne in Geschlechter-Klischees zu verfallen: Gerade für Jungs ist es toll einem solchen „Piraten-Schiff“ mal ganz Nahe zu kommen.

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