Liebster 2.0 – Was mir am Reisen so gefällt

Liebster Award Familienreiseblog unterwegsmitkind

…und warum ich einen Reiseblog für Familien und Alleinreisende mit Kindern schreibe. Letzteres frage ich mich allerdings selbst des öfteren – vor allem, wenn mal wieder ein Blogbeitrag erst nachts um 1 fertig geworden ist und ich schon meine Müdigkeit am nächsten Tag vorausahne. Zu allen anderen Fragen stehe ich hier Hartmut von 4aufeinenstreich.se Rede und Antwort. Danke für die Nominierung zum Liebster Award 2.0!

Für alle Nicht-(Reise-)Blogger: Der Liebster Award ist eine Art „Kettenbrief“ unter kleinen Blogs, die noch nicht sehr viele Fans oder Follower haben. Die Blogger stellen sich dabei mit ihren Antworten auf die Fragen ihrer Blogger-„Kollegen“ quasi selbst vor. Also erfahrt ihr hier eine Menge über mich und meine Art zu Reisen. Gleichzeitig stelle ich wieder anderen Bloggern Fragen. Dazu habe ich selbst fünf kleine feine Familienreiseblogs zum Liebster Award nominiert und befrage sie zu ihrer Motivation zum Reisen. Doch jetzt kommen hier erstmal meine Antworten auf Hartmuts Fragen:

Wie reist ihr/du am liebsten?

Am liebsten ziehe ich spontan und auf eigene Faust los. Daran hat sich auch mit Kind bisher nichts geändert. Wenn wir jetzt künftig auf die Ferien begrenzt sind, wird sich wenigstens die Vorausbuchungsfrist vermutlich verzehnfachen müssen …

Weniger ist mehr? Oder steht ihr/stehst du mehr auf Quantität und verreist lieber öfter und dann vielleicht nicht immer so lange?

Am liebsten beides. Öfter mal raus, hat was. Eine lange Reise – mehr als zwei Wochen am Stück – pro Jahr sollte aber schon dabei sein.

Wie geht ihr/gehst du mit Ungerechtigkeiten, Armut und Elend auf euren/deinen Reisen um? Oder vermeidet ihr/vermeidest du solche vermeintlichen Reiseziele?

Gute Frage! Gegenfrage: Lässt es sich noch vermeiden? Gibt es nicht überall Armut und Elend, wenn auch sicher mit graduellen Unterschieden?! Wir haben auf unserem Amerika-Trip in San Francisco – mit Sicherheit der reichsten Stadt auf unserer Reise – bestimmt genauso viel Elend gesehen wie in Riobamba (Ecuador). Kalt lässt es mich weder hier noch dort. Und es ist auch nicht immer einfach, die Fragen des Sohnes zu beantworten.

Verfolgt ihr/verfolgst du ein bestimmtes Ziel mit eurem/deinem Blog?

Das Schreiben über Reisen ist für mich als professionelle Nachrichtenschreiberin ein schöner Ausgleich – bunt statt schwarzweiß sozusagen. Außerdem hält es die Erinnerungen länger lebendig. Und dann ist da noch die Missionarin in mir, die anderen zeigen will, wie toll es ist mit Kindern zu reisen, auch allein mit Kind!

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdet ihr/würdest du gerne mal ein längeres Gespräch führen?

Mit der Schimpansenforscherin Jane Godall.

Und warum?

Weil sie ihren Traum gelebt hat zu einer Zeit als das für Frauen noch extrem schwer war, und weil dieser Traum etwas mit fernen Ländern und Natur zu tun hat – zwei meiner Lieblingsthemen.

Welches ist eurer/deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen dem Alleinreisen und dem Zusammenreisen als Paar, Gruppe oder Familie?

Das Reisen als Frau mit Kind ist besser als das Reisen als Frau allein. Allein die Anwesenheit des Kindes macht, dass du weniger von Typen belästigt wirst, mit denen du nichts zu tun haben willst, und dafür Leute kennenlernst, die du ohne Kind nie kennengelernt hättest. So sind zum Beispiel die Indigena-Frauen in Ecuador derart auf den Sohn abgefahren, dass sie sich auch gern (ohne Honorar!) fotografieren ließen und uns sogar eingeladen haben. Das wäre mir als Frau allein sicher nicht passiert.

Lasst ihr euch/lässt du dich von der politischen Weltlage (Sprichwort Terrorgefahr u.ä.) und/oder umweltpolitischen Fragen in eurer/deiner Reiseplanung beeinträchtigen?

Ähm, ja, in der Tat. Irgendwo bin ich dann doch ein Angsthase. Ich würde derzeit nicht nach Syrien reisen und scheue mich auch etwas vor der Osttürkei, obwohl mich die wirklich reizen würde. Auch Länder mit extrem hoher, übler Kriminalität, wie etwa Guatemala, können landschaftlich noch so reizvoll sein – solange sich dort nichts ändert, schaue ich sie mir lieber im Fernsehen als live an.

Rucksack, Reisetasche oder Schalenkoffer?

Haha! Ich habe die eierlegende Wollmilchsau unter den Gepäckstücken gefunden. Weil sich ein moderner Seesack im Home-Test vor der Weltreise als zu unstabil erwies, habe ich in einen Reisetaschentrolley mit Rucksacktragesystem investiert. Der hat sich auch bewährt. In den vier Monaten unterwegs konnte ich ihn zwar meistens rollen. Wo das nicht ging, war ich aber sehr froh über das Tragesystem mit gepolsterten und perfekt einstellbaren Hüft- und Schultergurten. Außerdem passt unglaublich viel rein, und er ist schön stabil (sozusagen mit Schale an der Rückseite). So kann man ihn wie einen Schrank packen, was auch sehr praktisch ist in Ländern, in denen Schränke eher die Ausnahme sind. Ich habe mich so an das gute Teil gewöhnt, dass es uns inzwischen eigentlich überall hin begleitet.

Süd- oder eher Nordhalbkugel?

Egal, Hauptsache möglichst menschenleer und naturnah – auch gern am Äquator.

Könntet ihr euch/könntest du dir vorstellen, eine wildfremde Person bei dir zuhause aufzunehmen?

Erst wollte ich mit einem glatten Nein antworten. Doch jetzt liegt just ein Rundschreiben bei uns im Haus aus: „Wochenend-Gastgeber für amerikanische Studenten gesucht“ – Tatsächlich habe ich mich ein bisschen geärgert, dass wir an diesem Wochenende nicht da sind. Wäre bestimmt witzig gewesen, mal für ein Wochenende einen amerikanischen Youngster im Haus zu haben. Wie auf Reisen gilt also auch hier: Die Neugier siegt (fast immer).

Meine Nominierungen

Neugierig bin ich auch auf die Leute, die hinter diesen fünf Familienreiseblogs stehen Ich nominiere:

Anke und Robert Bär von www.reisefiebaer.de, die mit dem Motto Weniger arbeiten, mehr (er)leben“ mit Kind und Camper durch Europa ziehen.

Alexandra von www.levartworld.de, die manchmal auch mit ihrem Sohn alleine reist.

Stefanie von www.saint-iva.de, die in ihrem Familienblog, auch übers Reisen mit Kindern schreibt.

Susi von www.Kidsontheroad.de, die mit ihrer Familie wohl gerade auf meinem Lieblingskontinent unterwegs ist.

Alex von http://tinyadventures.de, die mit ihrer Frau und Sohn als Regenbogen-Familie die Welt erkundet, aber manche Länder auch meidet.

Meine Fragen an die nominierten Familienreiseblogs

  1. Seit wann reist du/ihr?
  2. Was war bisher deine/eure schönste / liebste / nachhaltigste – einfach allertollste Reise?
  3. Auf welchen Kontinent zieht es dich/euch am meisten?
  4. Was gefällt dir/euch daran?
  5. Was ist dein/euer größter Reisetraum?
  6. Wohin würdest du/würdet ihr auch für umsonst nur zögernd (oder gar nicht) reisen?
  7. Kannst du dir/Könnt ihr euch vorstellen als digitale(r) Nomade(n) zu leben oder tust du/tut ihr es schon?
  8. Wohnmobil, Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel?
  9. Wie steht es auf Reisen um dein/euer ökologisches Gewissen?
  10. Dein/euer Reisegepäck: Schwergewicht oder Federgewicht?
  11. Was hast du/habt ihr immer und überall im Gepäck?

Aber ehrlich: Ich bin auch neugierig, wie die Leser von unterwegsmitkind am liebsten reisen und was bei euch immer mit muss. Verratet ihr mir das?

0 Kommentare

  1. Da freuen wir uns ganz besonders, dass du mitgemacht hast! Nicht immer einfach, alles so unter einen Hut zu bringen, und die langen Abende bzw kurze Nächte sind auf die Dauer ja auch sehr anstrengend.

    Vielen Dank fürs Mitmachen und deine Antworten. Jane Godall würden wir auch gerne mal kennenlernen!

    LG von der 4aufeinenstreich-Familie

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